Ungewöhnlicher Fahndungsaufruf

„Die Polizei sucht nun Beweise für diese riesengroße Sch***“

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Mit dem Frankfurter Goetheturm ist ein Wahrzeichen der Stadt abgebrannt. Viele Frankfurter trauern um den einst mehr als 40 Meter hohen Holzturm, sammeln bereits Spenden für den Wiederaufbau. Jetzt sucht die Polizei mit einer ungewöhnlichen Methode nach dem Brandstifter: Sie dichtet.

„Einst stand er da in voller Pracht, doch dann passierte es heut Nacht“ beginnt der Text und endet mit „Ermitteln werden wir wie nie, Eure Frankfurter Gendarmerie“.

Auf den bei Facebook veröffentlichten gereimten Fahndungsaufruf reagierten viele Nutzer begeistert. „Schön gemacht! Und viel Erfolg bei der Fahndung!!“, hieß es unter dem Beitrag oder „So traurig der Anlass auch ist, das ist ja mal ein saugeiler Fahndungsaufruf. Respekt an den Dichter und viel Glück bei der Suche nach der Brandursache.“

Einige dichteten auch gleich mit. Etwa: „Es tut mir in der Seele weh, wenn ich das Türmchen brennen seh'. Der Zündler ist ein A*schgesicht, den stört uns' aller Kummer nicht. Ein Häuflein Asche ist er nun, was soll'n wir mit dem Türmchen tun? Wir sammeln munter Spendengeld von Frankfurt in die weite Welt.“

Bisher haben die Ermittlungen der Polizei nicht viel ergeben. Unklar ist neben der genauen Ursache auch noch, ob der 43 Meter hohe Holzturm von oben nach unten oder von unten nach oben abgebrannt ist. Brandstiftung hält die Polizei für wahrscheinlich, nachdem der rund 85 Jahre alte Aussichtsturm im Stadtwald am frühen Donnerstag völlig abgebrannt ist. Möglicherweise haben es die Ermittler sogar mit einer Brandserie zu tun – im Frühsommer hatten Holz-Pavillons in zwei Frankfurter Parks und ein Aussichtsturm in Kelkheim im Taunus gebrannt.

Goetheturm
„Wer nicht oben war, ist kein echter Frankfurter.“
© dpa, FAZ.NET
Quelle: lfe.
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