Faschingsparty in Vaihingen

Frauen erleiden Vergiftungen – weil ihnen kalt war

 - 15:35

Beim Heizen mit einem Holzkohlegrill haben sich acht Frauen bei einer privaten Faschingsparty in Baden-Württemberg Kohlenmonoxid-Vergiftungen zugezogen.

Alle acht Frauen wurden ins Krankenhaus gebracht, sieben von ihnen wurden am Sonntagmorgen wieder entlassen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zur achten Frau konnte er keine Angaben machten, Lebensgefahr habe aber nicht bestanden.

Mindestens 13 Frauen hatten den Angaben zufolge bei der Party am Samstagnachmittag in Vaihingen an der Enz draußen gegrillt. Als es ihnen am Abend zu kalt wurde, seien sie nach Innen gegangen. Den Grill hätten sie zum Heizen mitgenommen.

Eine 30-Jährige verlor daraufhin mehrfach das Bewusstsein, wie der Polizeisprecher sagte. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Der anfänglich vermutete Alkoholkonsum erwies sich als Kohlenmonoxid-Vergiftung. Die alarmierte Feuerwehr stellte daraufhin eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration im Partyraum fest. Bei sieben weiteren Frauen im Alter von 30 bis 50 wurden erhöhte Werte gemessen, woraufhin auch sie ins Krankenhaus gebracht wurden.

Das farb- und geruchlose Kohlenmonoxid entsteht beim Verbrennen von Kohle oder Gas. Es führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod.

Erst vor zwei Tagen hatte es einen ähnlichen Fall in Bremen gegeben.

Am 5. Februar war in Esslingen bei einem tragischen Unglück eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen. Der 29 Jahre alte Vater und die ebenso alte Mutter wie der vierjährige Junge und seine drei Jahre alte Schwester starben, weil sich den Ermittlungen zufolge ein von der Heiztherme zum Kamin führendes Verbindungsrohr aus dem Kaminrohr gelöst hatte. Danach verbreitete sich das tödliche Gas im Haus.

Quelle: dpa
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