Vereinigte Staaten

Winde fachen Feuer in Kalifornien weiter an

Von Christiane Heil, Los Angeles
 - 15:13
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Bei Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer je Stunde haben sich die Flächenbrände im Süden Kaliforniens weiter ausgebreitet. Das „Thomas Fire“, das am Montag bei Santa Paula im Bezirk Ventura ausbrach, fraß sich bis Donnerstag unkontrolliert durch mehr als 360 Quadratkilometer Hügellandschaft.

Fast 200 Häuser brannten nieder. Mehr als 20 Pferde wurden getötet, als Funken auf einen Stall übersprangen.

Wie das „Creek Fire“ bei Sylmar und das „Rye Fire“ in Santa Clarita wurde auch das Thomas-Feuer von den warmen, trockenen Santa-Ana-Winden angefacht, die Südkalifornien voraussichtlich noch bis Freitag heimsuchen.

In den Bezirken Ventura und Los Angeles mussten auf Anordnung der Behörden mehr als 200.000 Bewohner ihre Häuser verlassen.

In Los Angeles’ Stadtteil Bel-Air, wo sich das „Skirball Fire“ innerhalb von 24 Stunden über mehr als zwei Quadratkilometer ausbreitete, ließen die Behörden fast 700 Villen räumen. Bis Donnerstag brannten in der Nobelenklave nördlich des Sunset Boulevard mindestens sechs Gebäude nieder.

Kalifornien
Pendler im Inferno
© reuters, reuters

Der australisch-amerikanische Medienzar Rupert Murdoch, der in Bel-Air ein Weingut unterhält, verlor ein Lagerhaus und mehrere Hektar Reben. Wegen der ungewöhnlich starken Winde blieben die Löschflugzeugen seit Ausbruch des ersten Flächenbrandes am Montagabend meist am Boden.

Die Gesundheitsbehörden forderten die Bewohner der Brandregionen derweil auf, wegen der schlechten Luftqualität zuhause zu bleiben oder Masken zu tragen. Zudem wurden Schulen und Universitäten vorerst geschlossen. Um Plünderungen in evakuierten Vierteln zu verhindern, verhängte die Stadt Ventura eine nächtliche Ausgangssperre.

Quelle: F.A.Z.
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