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Lawine am Mount Everest

Rettung der Bergsteiger läuft an

 - 06:34
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Die Rettung der Bergsteiger am Mount Everest ist nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal angelaufen. Die ersten Verletzten seien am Morgen ausgeflogen worden, teilte ein rumänischer Bergsteiger am Sonntag über den Kurnachrichtendienst Twitter mit. Die Schwerverwundeten wurden in die nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gebracht. Mindestens 18 Menschen seien umgekommen, hieß es von offizieller Seite. Die meisten Leichen wurden im Basislager geborgen, das durch eine Lawine teils zerstört wurde. Laut dem Präsidenten des ansässigen Bergsteigerverbandes, Ang Thsering Sherpa, sind dabei 61 Personen verletzt wurden.

Unter den Toten befindet sich der Google-Ingenieur Dan Fredinburg, der an Kopfverletzungen starb. Das nepalesische Tourismusministerium geht davon aus, dass sich mindestens 1000 Bergsteiger, darunter 400 Ausländer, im Basislager aufhielten oder bereits die Besteigung des höchsten Berges der Welt gestartet hatten. Sherpas zufolge sind die 100 Bergsteiger und ihre Helfer oberhalb des Basislagers in Sicherheit. Der Weg hinab sei ihnen jedoch aufgrund der zerstörten Rückroute verwehrt.

Der Expeditionsleiter Daniel Manzur teilte auf der Homepage seines Unternehmens Summit Climb mit, auch die schwierige Route durch den Eisfall sei zerstört - damit säßen viele Kletterer oberhalb des Basislagers im Camp 1 fest. „Bitte betet für alle“, fügte er hinzu.

Der norwegische Bergsteiger Tobias Glomnes Johansen beschrieb gegenüber der Osloer Zeitung VG die Situation im Basislager: „Die Unverletzten versuchten, bei den Rettungsaktionen zu helfen. Männer, Frauen und Sherpas arbeiteten alle Seite an Seite.“ Jeder assistiere so gut es gehe den Ärzten im Camp.

Jedes Jahr legen sogenannte Eisfall-Doktoren in wochenlanger Arbeit mit Hilfe von Leitern eine Route durch den Gletscher. Ein Durchsteigen an anderer Stelle ist wegen der Spalten nicht ohne Weiteres möglich. Hubschrauberflüge sind dort oben normalerweise nicht erlaubt und wegen der dünnen Luft auch extrem schwierig.

Katastrophen
Die schwersten Erdbeben seit 1900

Indiens Luftwaffe schicke mehrere Flugzeuge mit Nahrungsmitteln, Wasser und Rettungsausrüstung. Auch Spürhunde, Ärzte und Krankenpfleger seien an Bord, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Neu Delhi.

Das Erdbeben mit der Stärke 7,8 hat in ganz Nepal und den angrenzenden Ländern mehr als 1800 Menschen das Leben gekostet. In Nepals Hauptstadt Kathmandu stürzten zahlreiche Gebäude und Tempel ein, darunter etliche als Unesco-Weltkulturerbe klassifizierte Stätten.

Quelle: nean./bard./dpa/AFP/Reuters
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