In Altfraunhofen

Mann erschießt Mutter, Partnerin und sich selbst

Von Karin Truscheit, München
 - 15:48

In Niederbayern hat die Polizei am Mittwoch in einem Einfamilienhaus in Altfraunhofen einen Mann, seine Mutter und seine Lebensgefährtin tot aufgefunden. Es handelt sich um einen 49 Jahre alten Mann, seine 83 Jahre alte Mutter und seine 61 Jahre alte Partnerin. Alle drei Personen wiesen nach Angaben der Polizei Schussverletzungen auf. Bislang nehmen die Kriminalpolizei Landshut und die Staatsanwaltschaft Landshut an, dass der Mann mit deren Einverständnis zuerst seine Mutter und seine Lebensgefährtin und anschließend sich selbst getötet hat. Der Mann hatte demnach zuvor die Polizei angerufen und gesagt, in dem Haus lägen drei tote Personen. Anschließend legte er auf und war telefonisch nicht mehr erreichbar.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Landshut wurde in dem Haus ein Schriftstück sichergestellt, dass auf „Probleme privater Natur“ verweise. Das Schriftstück trage die Unterschrift aller drei Personen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Brief könne somit als „Abschiedsbrief“ verstanden werden. Noch müsse allerdings geprüft werden, ob sich auf dem Schreiben zum Beispiel Fingerabdrücke der Personen feststellen lasse. „Wir überprüfen die Authentizität des Briefes.“

Über die Waffe machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben. Es sei eine „Kurzwaffe“ verwendet worden. Der Mann hatte jedoch keine waffenrechtliche Erlaubnis. Nach den bisherigen Ermittlungen wird ausgeschlossen, dass weitere Personen beteiligt gewesen waren. Auch das Ergebnis der Obduktion steht noch aus.


Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.

Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.

Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Die Anmeldung erfolgt auf der Webseite der Telefonseelsorge. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten, mit etwas Glück ist ein Berater frei. In jedem Fall klappt es mit einem gebuchten Termin.

Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

Quelle: F.A.Z.
Karin Truscheit - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Karin Truscheit
Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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