Guatemala

Viele Tote und große Verwüstung nach Vulkanausbruch

 - 03:46

Die Zahl der Todesopfer nach einem heftigen Vulkanausbruch in Guatemala ist auf mehr als 65 gestiegen. „Wir haben 62 Leichen von Menschen, die durch die Naturkatastrophe ums Leben gekommen sind“, sagte der Direktor des Forensischen Instituts, Fanuel García, am Montag (Ortszeit). Es sei bereits mit der Identifizierung der Toten begonnen worden. Seitdem wurden weitere Toten entdeckt.

Das Forensische Institut schickte zudem zwei mobile Einheiten in das betroffene Gebiet um den Vulkan, um dort Tote aufzunehmen. Die Einsatzkräfte des lateinamerikanischen Landes arbeiteten ohne Pause, um den Betroffenen zu helfen, teilte die Regierung auf Twitter mit.

Bei der Generalversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington sprachen mehrere Teilnehmerländer Guatemala ihr Mitgefühl aus. Sie wolle ihre Solidarität für die guatemaltekische Regierung erklären, sagte die Vizepräsidentin Costa Ricas, Epsy Campbell, zu Beginn ihrer Rede. Dem schlossen sich auch die OAS-Vertreter aus Bolivien, Argentinien, Kanada, Kolumbien und den Vereinigten Staaten an. Die Länder boten ihre Hilfe bei der Bergung möglicher weiterer Opfer an.

Der Feuervulkan südwestlich von Guatemala-Stadt war am Sonntag ausgebrochen und hatte mindestens ein Dorf weitgehend zerstört. Über 3200 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Präsident Jimmy Morales erklärte den Notstand, um schneller Hilfe in das Unglücksgebiet bringen zu können. Der Vulkan war am Montag weiter aktiv, allerdings mit verminderter Intensität, wie das Vulkanologische Institut berichtete.

Der Volcán de Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen in dem mittelamerikanischen Land. Seit 2002 zeigt der etwa 3700 Meter hohe Berg wieder eine verstärkte Aktivität. Erst im Mai war der Vulkan ausgebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst.

Quelle: rad./dpa
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