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„Akustik-Attacken“

Amerika weist kubanische Diplomaten aus

 - 17:53
Die amerikanische Botschaft in Kuba war erst 2015 wiedereröffnet worden. Bild: AP, AFP/nto.

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba wegen angeblicher „Akustik-Attacken“ auf das amerikanische Botschaftspersonal haben sich weiter verschärft. Die amerikanische Regierung verwies am Dienstag als Reaktion auf die mysteriösen „Angriffe“ 15 kubanische Diplomaten des Landes, wie Außenminister Rex Tillerson in Washington mitteilte.

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Damit ziehe die Regierung die Konsequenz aus dem Mangel an Schutz für ihre Diplomaten in dem Karibikstaat, begründete Tillerson die Maßnahme. Havanna habe es versäumt, „geeignete Schritte“ zu unternehmen, um seine Verpflichtung aus dem sogenannten Wiener Übereinkommen zu erfüllen. Das Abkommen regelt die diplomatischen Beziehungen zwischen Staaten.

Auch Personal aus Havanna abgezogen

Bereits in der vergangenen Woche hatte Tillerson wegen der „Akustik-Attacken“ angeordnet, dass mehr als die Hälfte der Botschaftsmitarbeiter aus Havanna abgezogen wird. In der Vertretung soll es bis auf Weiteres nur noch eine Notbesetzung und keine Visavergabe mehr geben. Außerdem sprach das Außenministerium eine Reisewarnung aus.

Durch die „Akustik-Attacken“ wurden nach jüngsten amerikanischen Angaben 22 Botschaftsmitarbeiter geschädigt. Sie hätten „schwere Verletzungen“ wie Gehörverlust, Sehprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeitsanfälle und Schlafstörungen erlitten. Die genauen Ursachen konnten bislang aber nicht bestimmt werden. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla teilte seinerseits vergangene Woche mit, dass die Behörden seines Landes keine Belege für die „Akustik-Attacken“ gefunden hätten.

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Amerikanische Regierungsvertreter hatten zuvor in Medien den Verdacht geäußert, dass die Botschaftsmitarbeiter mit Schallgeräten innerhalb oder außerhalb ihrer Wohnungen in Havanna angegriffen worden seien. Washington beschuldigt die kubanische Regierung aber nicht offiziell, selbst hinter den angeblichen Angriffen zu stecken.

Die Affäre um die angeblichen Angriffe stellt eine schwere Belastung für die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba dar, die sich unter dem vorigen amerikanischen Präsidenten Barack Obama auf den Weg der Normalisierung begeben hatten. Nach jahrzehntelanger Eiszeit wurde die amerikanische Botschaft in Havanna erst im Juli 2015 wiedereröffnet.

Der heutige amerikanische Präsident Donald Trump leitete allerdings im Juni eine Abkehr von Obamas Kuba-Politik ein. Er nahm von seinem Amtsvorgänger eingeführte Lockerungen bei den Reise- und Handelsbeschränkungen mit dem kommunistischen Inselstaat zurück. Trump bezeichnete die kubanische Regierung als ein „grausames und brutales Regime“ und machte die künftigen bilateralen Beziehungen von Fortschritten bei den Menschenrechten abhängig.

Quelle: AFP/nto.
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