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Vorsicht, bewaffnete Lehrer!

Von Andreas Ross, Tulsa
 - 06:36

Genau zwei Wochen nach dem Schulmassaker in Florida stellte ein fünfzehnjähriger Schüler im ländlichen Osten Oklahomas ein Foto auf Snapchat: ein schwarzes Jagdgewehr mit Zielfernrohr, in seinem Kinderzimmer ans rote Regal gelehnt. Der Text lautete: „Bereit für meine Rückkehr zur Schule morgen?“ Der Direktor der kleinen Highschool von Okay, Mark Hayes, wurde angerufen. Er hatte den Schüler für 19 Tage suspendiert, weil er ein Messer und eine Elektroschockpistole bei sich hatte. Am nächsten Tag sollte er erstmals wieder den Unterricht besuchen. Stattdessen führte der Sheriff den Jugendlichen ab.

Mark Hayes will nicht viel über die Sache sagen. Es wirkt nicht, als hielte er den Problemschüler für einen potentiellen Massenmörder. Doch die Bedrohung seiner Schützlinge in einem schwer bewaffneten Land nimmt Hayes nicht erst seit diesem Vorfall bitterernst. Vor drei Jahren zählte der Direktor in dem Bezirk mit nur 400 Schülern zu den treibenden Kräften für eine neue Sicherheitspolitik. Seither tragen einige Lehrer Pistolen.

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Quelle: F.A.Z.
Andreas Ross
Redakteur in der Politik.
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