Konflikt mit Assad

Verwirrung um mögliche Raketenangriffe auf Syrien

 - 03:15

Ein falscher Alarm hat die syrische Flugabwehr in der Nacht zum Dienstag in höchste Bereitschaft gesetzt und den Einsatz von etlicher Flugabwehrraketen und Flugabwehrgeschützen bewirkt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Dienstagmorgen aus syrischen Militärkreisen.

Zuvor hatten syrische Staatsmedien berichtet, dass israelische Kampfflugzeuge verschiedene Ziele in Vororten von Damaskus als auch bei Homs angegriffen hätten. Die syrische Luftabwehr habe dabei mindestens neun gegnerische Raketen abgefangen, hieß es unter anderem.

Auch russische und israelische Medien hatten unter Berufung auf die Staatsagentur Sana und des syrischen Staatsfernsehen über die vermeintlichen Angriffe israelischer Kampfjets berichtet. Nach diesen Berichten soll unter anderem soll auch der Flughafen Schairat in der Provinz angegriffen worden sein. Das syrische Staatsfernsehen wertete den Vorfall als „Aggression“. Angaben dazu, wer für die Raketenangriffe verantwortlich sein könnte, machte der Sender aber nicht.

Schon zu jenem Zeitpunkt sagte ein Sprecher der israelischen Armee gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zu Gerüchten, wonach es sich um einen israelischen Angriff gehandelt haben könnte, er habe keine Informationen „zu einem solchen Vorfall“.

Vor einem Jahr hatte das amerikanische Militär diesen syrischen Luftwaffenstützpunkt beschossen – als Reaktion auf den Giftgasangriff mit Dutzenden Toten auf die Stadt Chan Scheichun, für den UN-Experten die Regierung von Präsident Baschar Assad verantwortlich machten. Am vergangenen Wochenende griffen die Westmächte Amerika, Großbritannien und Frankreich als Reaktion auf einen neuen Chemiewaffeneinsatz in der Ortschaft Duma mehrere Ziele in Syrien an.

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Über Provinz HomsSyrische Luftabwehr soll Raketen abgeschossen haben

Quelle: rad./dpa/AFP
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