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Europas Kotau vor China

Von Friederike Böge, Peking
 - 16:04

Fünf Jahre nur hat Chinas starker Mann gebraucht, um alle Macht im Land auf sich zu vereinen. Xi Jinping hat die Regeln seiner Partei neu geschrieben, die Verfassung beiseitegewischt und sich nun zum Herrscher auf Lebenszeit küren lassen. Mit der gleichen Zielstrebigkeit betreibt er den Wiederaufstieg seines Landes in der Welt und propagiert das chinesische Modell als Alternative zu den westlichen Demokratien. Und Europa? Steht mit offenem Mund daneben und staunt.

China-Politik, das war lange vor allem ein Wettlauf um den besten Zugang zum großen chinesischen Markt. Wer davon ausgeschlossen wurde, wie zum Beispiel Norwegen wegen des Nobelpreises für den chinesischen Menschenrechtler Liu Xiaobo, hatte Pech. Oder man beeilte sich, wie Großbritannien nach dem Treffen David Camerons mit dem Dalai Lama, China in Europa Tür und Tor zu öffnen, um verlorenes Kapital zurückzugewinnen.

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Quelle: F.A.Z.
Friederike Böge
Politische Korrespondentin für Ostasien.
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