Ermittlungsbericht

Flug MH17 mit russischer Buk-Rakete abgeschossen

 - 14:19
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Der Flug MH17 mit 298 Menschen an Bord ist nach Erkenntnissen niederländischer Ermittler im Juli 2014 durch eine Buk-Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden. Teile einer Buk-Rakete seien auf der linken Seite des Cockpits der Passagiermaschine eingeschlagen, erklärten die Ermittler von der Niederländischen Flugsicherheitsbehörde (OVV) am Dienstag in ihrem Abschlussbericht zu der Katastrophe.

Ermittler: Luftraum über Ukraine nicht gesperrt

Sie kritisierten zugleich, dass die Ukraine den Luftraum über der umkämpften Ostukraine damals nicht gesperrt habe. Im Absturzgebiet kämpften zum Zeitpunkt des Unglücks prorussische Rebellen und ukrainische Regierungstruppen, die sich gegenseitig für den Abschuss verantwortlich machen.

Bei dem Absturz der malaysischen Maschine auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur waren alle 298 Passagiere und Besetzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Ein Jahr danach
Video soll MH17 direkt nach dem Absturz zeigen
© reuters, reuters

Buk-Hersteller: Rakete wird von Russen nicht mehr verwendet

Der russische Hersteller der Buk-Raketen widersprach in Moskau der niederländischen Version. Nach Angaben der staatlich kontrollierten Firma Almaz Antey hätten Tests gezeigt, dass die Rakete nicht von einem von prorussischen Rebellen gehaltenen Gebiet abgeschossen worden sein könne, sondern von einem umkämpften Gebiet aus. Zudem habe es sich bei dem Geschoss um eine ältere Buk-Version vom Typ 9M38 gehandelt, die vom russischen Militär nicht mehr verwendet werde.

Sowohl Russland wie die Ukraine verfügen über Buk-Raketen. Westliche Länder wie die Vereinigten Staaten und die Ukraine hatten Moskau nach dem Abschuss von Flug MH17 vorgeworfen, den Rebellen in der Ostukraine die Raketen zumindest geliefert zu haben. Moskau bestreitet dies und macht die Ukraine verantwortlich.

Quelle: AFP/dpa
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