Nach amerikanischem Angriff

Israel will weiter gegen iranische Militärpräsenz in Syrien vorgehen

 - 11:21

Israel will nach Angaben zweier Minister verhindern, dass Iran sich dauerhaft militärisch in Syrien etabliert. Gilad Erdan, Minister für innere Sicherheit, sagte dem israelischen Armeesender am Sonntag, er begrüße den Angriff der Westmächte in Syrien, der aber vermutlich die Lage in Syrien nicht grundlegend ändern werde. Die fortwährende iranische Präsenz in Syrien gefährde Israels Existenz, sagte Erdan. Israel sei entschlossen, gegen die Etablierung Irans in Syrien vorzugehen.

Teheran versuche, im gesamten Nahen Osten eine Hegemonie aufzubauen. Mit Blick auf ein mögliches Vorgehen Teherans gegen Israel sagte Erdan: „Die israelische Armee ist auf jede mögliche Reaktion des iranischen Regimes vorbereitet.“ Ziel der militärischen Etablierung Teherans in Syrien sei es, im Falle eines künftigen Krieges gegen Israel über einen Vorposten zu verfügen, sagte Erdan. Es gebe einen Konsens innerhalb der israelischen Regierung, dass dies verhindert werden müsse.

Auch Israels Erziehungsminister Naftali Bennett, wie Erdan Mitglied des sogenannten Sicherheitskabinetts, sagte dem israelischen Rundfunk am Sonntag, man werde es Iran nicht erlauben, sich in Syrien festzusetzen. „Israel behält sich an seinen Grenzen das Recht auf volle Handlungsfreiheit vor.“ Israels Nordgrenze sei nicht der „Spielplatz“ des mit Iran verbündeten syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

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Bennett sagte, mit Blick auf den Iran verfolge Israel die „Doktrin vom Kopf des Kraken“. Diese besage, „dass man die Quelle des Terrors bekämpft, nicht nur seine Arme“. Iran finanziert nach israelischen Informationen Terrororganisationen, die Israel feindlich gesinnt sind.

Quelle: dpa/afp
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