Amerikanische Uran-Bestände

Justizministerium ordnet Untersuchung der Clinton-Stiftung an

 - 12:57

Das Justizministerium in Washington hat die amerikanische Staatsanwaltschaft angewiesen, den umstrittenen Verkauf eines Uran-Konzerns an Russland während der Präsidentschaft von Barack Obama und die Rolle der Clinton-Stiftung zu untersuchen. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Schreiben hervorgeht, wies Justizminister Jeff Sessions die Anklagebehörden an, unter anderem die Einsetzung eines Sonderermittlers und eine Ausweitung der Ermittlungen zu prüfen.

Sessions muss sich am Dienstag im Repräsentantenhaus einer Befragung zur Rolle Russlands im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf stellen. Im Wahlkampfteam von Donald Trump war er einer der loyalsten Mitstreiter des republikanischen Präsidentschaftskandidaten, der gegen die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton antrat und überraschend die Wahl gewann.

Die amerikanischen Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland den Wahlkampf zugunsten Trumps manipulierte. Sessions hat bereits mehrfach ausgesagt, nichts über mögliche Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam und Moskau gewusst zu haben.

Als die Vorwürfe wegen der mutmaßlichen russischen Einflussnahme lauter wurden, hatten Trump und Abgeordnete der Republikaner ihrerseits Ermittlungen gegen Hillary Clinton und wegen des Verkaufs der Uran-Firma verlangt.

Die kanadische Firma Uranium One war 2013 mit Billigung von Trumps Vorgänger Obama an den russischen Staatskonzern Rosatom verkauft worden, so dass Rosatom Kontrolle über ein Fünftel der amerikanischen Uranbestände erhielt. Zuvor hatte Uranium One die Stiftung des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton mit mehreren Spenden bedacht.

Quelle: AFP
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenBarack ObamaDonald TrumpHillary ClintonJeff SessionsAmerikaRusslandStaatsanwaltschaftJustizministeriumUran