FAZ plus ArtikelErster Weltkrieg

451 Tage auf See – ein Weltrekord

Von Michael Sachs
 - 06:14

An Bord waren 400 gefangene Zivilisten und Soldaten, vorwiegend aus Australien, und eine Kriegsbeute im Wert von sieben Millionen Mark, unter anderem Kupfer und Zink: Am 23. Februar 1918 kehrte das einzige deutsche Kriegsschiff, das im Ersten Weltkrieg auch in Australien und Neuseeland operierte, überraschend nach Kiel zurück.

Wenige Wochen zuvor waren die Angehörigen der mehr als 350 Besatzungsmitglieder vom deutschen Admiralstab informiert worden, dass das Schiff seit Monaten vermisst sei und mit dem Tod aller Mitfahrenden gerechnet werden müsse. Die Mannschaft hatte unbeabsichtigt einen Rekord aufgestellt: Hilfskreuzer „Wolf“ war 15 Monate (genau: 451 Tage) auf See, ohne einen Hafen anzulaufen, der Kommandant war nicht von Bord gegangen. Erstmals in Seekriegsgeschichte wurde ein Wasserflugzeug zur Luftaufklärung auf einem Hilfskreuzer mitgeführt.

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Quelle: F.A.Z.
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