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Polizisten angegriffen

Knapp drei Jahre Haft wegen Heidenau-Ausschreitungen

 - 18:05
Polizeikräfte kesseln im August 2015 in Heidenau etwa 100 Randalierer ein, die gegen ein Notquartier für Flüchtlinge protestierten. Bild: dpa, dpa

Im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen vor zwei Jahren im sächsischen Heidenau ist ein junger Mann vom Amtsgericht Dresden zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 20 Jahre alte Mann soll für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis – wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, wie Landeskriminalamt Sachsen und Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilten.

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Außerdem seien ihm weitere Straftaten wie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen worden. Das Urteil vom 29. September ist noch nicht rechtskräftig.

Der junge Mann hat nach Überzeugung des Gerichts bei den Protesten gegen die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in einem ehemaligen Heidenauer Baumarkt Polizisten angegriffen. Er warf Gegenstände in deren Richtung, mehrere Beamte wurden dabei verletzt.

Der Beschuldigte, der in Untersuchungshaft ist, konnte den Angaben nach durch zahlreiche Hinweise, Fotos und Videos sowie Zeugenaussagen eindeutig identifiziert werden. Am 21. August 2015 hatte ein Mob unter Beteiligung vieler Neonazis in Heidenau vor dem früheren Baumarkt randaliert. Drei Nächte in Folge kam es zu Ausschreitungen. Etwa 30 Polizisten wurden verletzt.

Quelle: dpa
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