Reaktion auf AfD-Erfolg

Linke will Protestwähler im Osten zurückgewinnen

 - 07:01

Als eine Konsequenz aus dem starken Abschneiden der rechtspopulistischen AfD in Ostdeutschland plant die Linksfraktion im Bundestag die Gründung einer Landesgruppe Ost. Seine Partei habe einen Teil der Protestwähler nicht mehr an sich binden können, sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch der „Rheinischen Post“ vom Samstag. Deren Sorgen müssten ernst genommen werden. „Ich unterstütze diejenigen, die eine Landesgruppe Ost in der Bundestagsfraktion bilden wollen“, sagte er.

Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Ost und West seien weiter groß, hob Bartsch hervor. Er verwies etwa auf niedrigere Mindestlöhne im Osten in der Pflege. „Das heißt, Pflege und Zuneigung im Osten sind weniger wert als im Westen. Das kann einfach nicht sein.“ Bartsch sprach sich auch dafür aus, dass die Linken-Politikerin Petra Pau abermals für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin kandidiert, das sie seit 2006 innehat.

Bei der Bundestagswahl am 24. September war die AfD mit 12,6 Prozent der Stimmen erstmals in den Bundestag eingezogen. Besonders stark schnitten die Rechtspopulisten in Ostdeutschland ab. Die Linke hatte bei der Bundestagswahl 9,2 Prozent erreicht und sich im Vergleich zu 2013 leicht verbessert.

Quelle: AFP
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