<iframe src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelCDU in der Sinnkrise

Will denn heute niemand mehr konservativ sein?

Von Barbara Zehnpfennig
 - 15:21

Mit seiner Feststellung, dass der Konservativismus nicht den „Markenkern“ der Christlich-Demokratischen Union ausmache, hat Armin Laschet die aktuelle Debatte über den Standort seiner Partei um eine überraschende Position bereichert. Für den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen ist das konservative Element nur eine der Wurzeln der CDU. Was ihm hingegen ins Zentrum christlich-demokratischer Identität zu führen scheint, ist das christliche Menschenbild. Dieses stehe „über allem“.

Überraschend ist diese Position insofern, als mit ihr der gerade auch aus dem Inneren der Partei heraus erhobene Vorwurf elegant unterlaufen wird, die CDU habe in der Ära Merkel ihr konservatives Profil eingebüßt: Man kann gar nicht verraten, was einem wesensmäßig nicht zugehört. Nur der „Markenkern“ ist unabdingbar. Alles andere erscheint verhandelbar, je nach Zeitumständen brauchbar oder nicht brauchbar, auf jeden Fall aber nicht so wesentlich, dass bei seinem Wegfall die eigene Identität gefährdet wäre.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Digital

F.A.Z. Premium

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Professor Dr. Barbara Zehnpfennig lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau.

Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenCDUArmin LaschetSPDIslam