Terror-Experten

„Der IS wird in neuer Form zurückkommen“

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Die beiden jordanischen Islamismus-Fachleute Mohammad Abu Rumman und Hassan Abu Hanieh erwarten eine Wiederkehr des „Islamischen Staates“ nach einer militärischen Niederlage in Mossul. Die Bedingungen, die im Irak und in Syrien seiner Entstehung geführt hätten, bestünden weiter, sagten die beiden Forscher, die zu den bekanntesten Kennern der dschihadistischen Bewegungen zählen, in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe).

Der IS werde wieder zuschlagen, sobald sich die Anti-IS-Koalition aus dem Krieg zurückgezogen und der IS sich neu organisiert habe, so die beiden Forscher. Zunächst erwarteten sie aber eine „lange und komplizierte Schlacht“ um Mossul.

Der IS habe seine Anhänger auf eine Niederlage in Mossul eingestimmt. Der Führer des IS, Abu Bakr al Bagdadi, bezeichne die Schlacht als eine „Prüfung“, die zeige, dass der IS auf dem „richtigen Weg“ sei. Die beiden Forscher sagten der F.A.Z., die ausländischen Kämpfer, die an die Utopie des IS geglaubt hätten, seien zwar enttäuscht, jedoch bereit, aus dem Gefühl der Rache in Europa Terroroperationen durchzuführen. Abu Hanieh und Abu Rumman sehen besonders Saudi-Arabien und Ägypten im Visier des extremistischen Islams.

Da die Ursachen, die zu den Protesten des Jahres 2011 geführt haben, weiter bestünden, sei es „eine Frage der Zeit“, bis es in der arabischen Welt zu neuen Rebellionen komme, so Abu Hanieh und Au Rumman. „Wir wissen aber nicht, ob die Menschen noch immer auf eine friedliche Revolution vertrauen.“ Die beiden Forscher erwarten, dass nach dem Ende der kolonialen Nationalstaaten die arabische Welt von Gewalt geprägt sein werde. In Europa habe es nach dem dreißigjährigen Krieg Versöhnung gegeben. „Wir haben diese Phase noch nicht erreicht, wir befinden uns erst in der ersten Stufe dieser Spirale der Gewalt.“

Das gesamte Interview mit Mohammad Abu Rumman und Hassan Abu Hanieh lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 07.11.2016 – am Vorabend schon in der F.A.Z.-App und als E-Paper.

Quelle: FAZ.NET
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