American Football

Annäherung im Hymnenstreit?

 - 22:10

In den Streit um die aus Protest knieenden Footballprofis in den Vereinigten Staaten kommt Bewegung. „Wie viele unserer Fans glauben wir, dass jeder während der Hymne stehen sollte“, erklärte der mächtige Commissioner der National Football League (NFL), Roger Goodell, in einer E-Mail an die Besitzer der Teams, über die am Dienstag mehrere amerikanische Medien berichteten. Das Thema solle nächste Woche bei einem NFL-Treffen in New York besprochen werden.

In den vergangenen Wochen hatten Spieler reihenweise während der Nationalhymne gekniet. Sie wollen ein Zeichen setzen gegen die ihrer Ansicht nach grassierende soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt gegen Schwarze in den Vereinigten Staaten.

Goodell erklärte, die Anliegen der Spieler lägen ihm sehr am Herzen. Gleichzeitig wolle man aber Land und Flagge ehren, das erwarteten auch die Fans. „Die Kontroverse über die Hymne steht einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Probleme entgegen“, erklärte Goodell. Man müsse den Streit überwinden – gemeinsam mit den Spielern.

Trump droht mit Streichung von Steuererleichterungen

Kurz zuvor hatte Donald Trump die NFL auf Twitter scharf angegriffen und damit gedroht, ihr die Steuererleichterungen zu entziehen. Der Präsident ließ allerdings offen wie diese Einschnitte aussehen könnten und ob neben der Footballliga weitere Sportligen von den Streichungen betroffen wären.

Im September hatte Präsident Donald Trump aus dem Nichts damit begonnen, protestierende Spieler scharf anzugreifen. Er hatte sogar Teambesitzer aufgerufen, diese Spieler zu entlassen. Als Reaktion darauf knieten danach mehr von ihnen denn je. Goodell hatte Trumps Äußerungen Ende September als „trennend“ kritisiert.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte am Dienstag, man sei angetan, dass sich die NFL in die richtige Richtung bewege.

Quelle: shüs./dpa
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