Ein Jahr nach der Wahl

Trump-Biograf fürchtet Spaltung der Gesellschaft

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Ein Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten sieht dessen Biograf düsterste Vorahnungen bestätigt. „Es ist schlimmer gekommen als befürchtet“, sagte David Cay Johnston („Die Akte Trump“) der „Nordwest-Zeitung“. Schon nach der Wahl hatte der Pulitzerpreisträger vor einem Alptraum gewarnt. „Trump hat sich als völlig unberechenbar erwiesen, weil er absolut keine politische Erfahrung hatte und noch immer nicht versteht, wie in den Vereinigten Staaten verfassungsgemäß regiert wird“, sagte Johnston. „Er meint, der Kongress und die Gerichte seien ihm unterstellt. Er umgibt sich mit Gefolgsleuten, die die Axt ans amerikanische politische System legen wollen.“

Ob das Land durch Trump radikalisiert und dauerhaft gespalten worden sei, werde bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 deutlich. „Die Gefahr ist hoch“, sagte Johnston. Trumps Sieg vor einem Jahr habe zwar viele Mitte- und Linkspolitiker aufgeschreckt. „Doch eine eigene Führungsfigur haben sie ebenso wenig hervorgebracht wie einen politischen Anti-Trump-Plan.“ Sie sammelten sich hinter der Idee des Widerstands. „Aber so lange die Demokraten nur sagen, wogegen sie sind, und keine eigene Zukunftsvision vorlegen und vertreten, bleiben sie chancenlos.“

Johnston geht davon aus, dass Trump 2020 wieder antritt. „Er hat schon mit dem Sammeln von Wahlkampfspenden begonnen, obwohl seine Wahl erst ein Jahr zurückliegt. Auch damit bricht er alle Regeln.“

Quelle: dpa
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