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Donald Trump zu Las Vegas

„Akt des absolut Bösen“

 - 17:57
Donald Trump spricht bei einer Pressekonferenz in Washington über das Massaker in Las Vegas. Bild: dpa, alri./dpa

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat den Schusswaffenangriff von Las Vegas als einen „Akt des absoluten Bösen“ verurteilt. Trump wandte sich am Montagmorgen in Washington in einer Pressekonferenz an die Nation und rief die Amerikaner in der Stunde der Trauer um mindestens 50 Todesopfer zur Einigkeit und zum Zusammenhalt auf.

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„Im Augenblick der Tragödie kommt Amerika als Einheit zusammen“, sagte der Präsident. Dies habe das Land immer getan. „Unsere Einheit kann nicht vom Bösen erschüttert werden, unsere Bande können nicht von Gewalt zerrissen werden“, fügte Trump hinzu, ging aber nicht auf den möglichen Hintergrund des Blutbades ein.

Kurz zuvor hatte die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) die Verantwortung für das Blutbad für sich reklamiert, das nach Polizeiangaben von einem 64 Jahre alten mutmaßlichen Einzeltäter mit Wohnort im amerikanischen Bundesstaat Nevada verübt worden war.

Las Vegas
Schütze tötet mindestens 50 Menschen bei Musikfestival in Las Vegas

Der amerikanische Präsident dankte in seiner Ansprache den Rettungskräften und Polizisten für ihren schnellen Einsatz; sie hätten durch ihren mutigen Einsatz „die Leben von so vielen gerettet“. Auch dass der Täter so schnell aufgespürt worden sei, „ist ein Wunder“, sagte Trump.

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Trump kündigte an, am Mittwoch Las Vegas zu besuchen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Zuvor wird er am Dienstag in das amerikanische Außengebiet Puerto Rico reisen, wo ein Hurrikan Tod und Verwüstung gebracht hatte. Der Präsident ordnete außerdem an, die Flaggen auf öffentlichen Gebäuden des Bundes zum Zeichen der Trauer auf Halbmast zu setzen.

Die IS hatte die Gewalttat in Las Vegas zuvor über ihr Sprachrohr „Amak“ für sich reklamiert. Der Schütze, der am späten Sonntagabend (Ortszeit) mindestens 50 Menschen tötete und mehr als 400 verletzte, sei ein „Soldat“ des IS gewesen, meldete „Amak“ am Montag.

Nach Angaben der Polizei war das Tatmotiv allerdings zunächst unklar. Es gab demnach keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Quelle: alri./dpa
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