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FAZ plus ArtikelFilm über Papst Franziskus

Ein Mann seines Wortes?

Von Daniel Deckers
 - 12:57

Ginge es nach dem Regisseur, dann hält in der kommenden Woche ein „Held der Menschheit“ Einzug in die deutschen Kinosäle. Ganz jung ist der Mann nicht mehr, und auch das Weiß seiner Kleidung und seine sanfte Stimme unterscheiden ihn von den muskelbepackten Heroen, die üblicherweise die Welt vor dem Untergang bewahren. Hauptfigur der Saga ist niemand anders als Papst Franziskus, als Heiliger nicht der letzten, sondern dieser Tage kunstvoll in Szene gesetzt von dem Filmemacher Wim Wenders.

Doch die Bilder, die im Verlauf von gut neunzig Minuten auf die Leinwand geworfen werden, sind nicht nur im wörtlichen Sinn Projektionen. Seit seiner Wahl vor gut fünf Jahren ist der Papst, der sich Franziskus nennt, selbst eine Projektionsfläche überschießender, fast messianischer Erwartungen. Wenders’ angeblicher Dokumentarfilm ist nur eines von vielen Beispielen dafür – freilich eines, das sich schon im Titel „Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ ad absurdum führt.

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Quelle: F.A.Z.
Daniel Deckers
in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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