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Kanonenrauschen im Land der Morgenstille

Von Christoph Schrahe
 - 06:30
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Jeong Yoo-jin und Kang Joon-sang stehen auf dem verschneiten Drachenberg am höchsten Punkt des Skigebiets Yongpyong und blicken einander tief in die Augen – wenn auch nur als Pappfiguren-Staffage für Selfies. Und sie können sich vor Verehrern kaum retten, denn ihre tragische Liebe, um die sich in der 2002 erstmals ausgestrahlten, koreanischen Fernsehserie „Winter Sonata“ alles dreht, hat in ganz Ostasien weite Kreise gezogen. Die Serie gilt als Auslöser der koreanischen Welle, machte K-Pop in aller Welt populär, setzte Modetrends und veränderte das Image Koreas beim japanischen Nachbarn, auch deswegen, weil Hauptdarsteller Bae Yong-joon so gut bei Japanerinnen mittleren Alters ankam.

Vor allem aber löste „Winter Sonata“ bei jungen Koreanern die Sehnsucht nach romantischer Zweisamkeit im Schnee aus. Die Skigebiete im Land der Morgenstille bedienten dieses Verlangen und erlebten in der Folge einen rasanten Aufschwung. Binnen sieben Jahren stieg die Zahl der verkauften Skitage in Korea von 3,4 auf 6,6 Millionen. Nirgendwo sonst in der internationalen Skigeographie wurden so viele Menschen auf jeden Quadratmeter Schnee geschaufelt wie in den kleinen koreanischen Schneesportarealen. Weil sie dem Ansturm nicht mehr gewachsen waren, entstanden im Süden der geteilten Halbinsel allein zwischen 2007 und 2009 fünf neue Skigebiete – zu einer Zeit, als die letzten Neuerschließungen in anderen Teilen der Welt schon Jahrzehnte zurücklagen.

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