FAZ plus ArtikelSerie: So fühlt es sich an...

Wenn Väter in die Elternzeit gehen

Von Rainer Schulze
 - 17:20
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Fünf Monate Elternzeit? Das sei keine gute Idee. Der berühmte Architekt schaut spöttisch, als er von meinem Plan erfährt. Dann winkt er lächelnd ab. Er rät dringend, sich „in Erziehungsfragen“ Personal anzuschaffen: „Sonst kommen Sie beruflich zu gar nichts mehr.“ Und ein Kollege in der Redaktion fragt entgeistert: „Fünf Monate Elternzeit? Und was machst du dann den ganzen Tag?“

Als Vater, der länger als zwei Monate Elternzeit nimmt und mit dem Kind allein zu Hause bleibt, während die Mutter wieder arbeitet, ist man in Frankfurt noch immer ein Exot. Man braucht einen fairen Arbeitgeber und sollte keine Scheu haben, der Hahn im Korb zu sein. Im Park ist man vormittags nämlich fast allein unter Müttern. Einmal habe ich 90 Frauen mit Kinderwagen gezählt, ungelogen – und keinen einzigen Mann außer mir. Erst am späten Nachmittag kommen die meisten Väter aus ihren Büros.

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„So fühlt es sich an“

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Quelle: F.A.Z.
Rainer Schulze
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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