Hotels in Frankfurt

Neubauten und eine Übernahme

Von Jacqueline Vogt, Frankfurt
 - 09:32

Das jüngste Hotel in Frankfurt ist gerade einmal acht Tage alt. Am Mittwoch vergangener Woche ist in der Bürostadt Gateway Gardens am Flughafen das Hyatt Place eröffnet worden. Wer vor dem Hotel steht, braucht nur ein paar Schritte zu tun und kann die nächste Herberge betreten, das Element Hotel, das seit 2014 auf dem Markt ist. Nicht weit hat man es von dort zum Steigenberger-Hotel, zum Park Inn Frankfurt, zum Meininger Hotel Frankfurt Airport, zum Moxy und zum Holiday Inn, das im Dezember 2016 eröffnet wurde. Von dort, wo binnen eines Jahres bereits der Direktor und die Geschäftsführung ausgetauscht wurden, ist das gesamte Küchenteam unter der Leitung von Daniela Emig ins Hyatt gewechselt.

Das Hyatt Place ist das erste Haus der Marke in Deutschland und das sechste in Europa nach Betrieben in Amsterdam und London und zweien in Armenien. „Place“ ist eine auf Business-Kunden und Familien mit geringer Verweildauer ausgerichtete und zugeschnittene Marke der amerikanischen Hyatt Hotels Corporation. Das Haus an der Kreuzung von Bessie-Coleman-Straße und De-Saint-Exupéry-Straße hat 19000Quadratmeter, direkt vor dem Hotel liegt der Zugang zu der noch im Bau befindlichen S-Bahn-Station Gateway Gardens. Die 312Zimmer seien mit 25Quadratmetern in der Standard-Kategorie die größten am Flughafen, sagt Ines Brünn, die Generaldirektorin des Hotels. Wie in fast allen modernen Hotels dieser Kategorie gibt es in den Zimmern keine Minibars. Dafür stehen Brünns Gästen Bügelbrett und Bügeleisen zur Verfügung, aber keine Schränke – ihre Kleidung hängen sie an Stangen auf.

Weitere Hotels in Planung

Das Hyatt Place ist farbenfroh, aber nicht bunt eingerichtet, Blickfang in der Lobby sind große Deko-Elemente mit konserviertem Moos an einer Stirnwand. Essen und Getränke gibt es rund um die Uhr, ein Gallery Market mit Snacks und Backwaren ist 24Stunden geöffnet. Im Restaurant Zoom Glocal Dining bieten Emig und ihre Mannschaft lokale und Crossover-Gerichte an, nicht nur für die eigenen Gäste, auch für Leute zum Beispiel, die im benachbarten Element Hotel wohnen und eine Abwechslung von der dort zu habenden Verpflegung suchen.

Nähe, Neuerungen und Wechsel: Das gibt es nicht nur bei den Hotels auf dem Airport-Areal, sondern auch in den anderen Stadtteilen. So soll in diesem Jahr unter anderen am Hauptbahnhof das Intercity-Hotel mit 400 Zimmern eröffnet werden, das Motel One mit 450 Zimmern auf dem ehemaligen Gelände des Bundesrechnungshofs nahe der Paulskirche und ein Hampton by Hilton im Ostend mit 182 Zimmern. Ebenfalls im Ostend, auf dem Honsell-Dreieck neben der Europäischen Zentralbank, entsteht zudem bis 2021 ein Hotel, für das als Betreiber die skandinavische Scandic-Gruppe gewonnen wurde (F.A.Z. von Mittwoch). Das Scandic Frankfurt Hafenpark wird 500 Zimmer haben und Konferenz- und Eventräume mit einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern bieten.

Das Hafenpark-Hotel ist nicht das einzige Projekt von Scandic in Frankfurt. Schon in wenigen Wochen wird das Scandic Frankfurt Museumsufer eröffnet. Das ist kein Neubau, sondern das bestehende Hotel Wyndham Grand, das 2014 in Betrieb ging: im ehemaligen City Wing des gegenüberliegenden Interconti-Hotels an der Wilhelm-Leuschner-Straße, mit dem 1971 das Interconti erweitert worden war. 2011 waren die Intercontinental-Immobilien, zu denen auch ein Flachbau hinter dem City Wing und ein benachbartes höheres Haus gehören, als Gesamtpaket verkauft worden. Den jetzt bevorstehenden Marken- und Betreiberwechsel hatte Scandic Anfang vergangenen Jahres angekündigt, als Teil der Strategie, in Deutschland selektiv zu wachsen, wie Frank Fiskers, damals Präsident und Vorstandsvorsitzender der Scandic Hotels Group, gesagt hatte. Von den Veränderungen wird in dem mit vielen Designklassikern möblierten Hotel nur wenig und davon das meiste von außen zu sehen sein, wenn die übergroße Leuchtschrift an der Fassade den neuen Namen buchstabiert.

Expansionspläne haben aber nicht nur die großen und die auswärtigen Ketten, auch die Frankfurter Hoteliers Alex Urseanu und Micky Rosen wollen zwei neue Häuser in ihrer Heimatstadt eröffnen. Die Standorte seien aber noch nicht spruchreif, heißt es.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Vogt, Jacqueline (jv.)
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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