Haare als Nachweis

Auf Wildkatzen-Pirsch in der Wetterau

 - 17:08

Naturschützer machen Jagd auf Wildkatzen-Haare. Mit speziellen Lockstäben wollen sie nachweisen, dass die scheuen Tiere auch im Büdinger Wald leben und somit zwischen Waldgebieten im Spessart und im Vogelsbergkreis wandern. „Ein Nachweis würde uns zeigen, dass die Tiere in der Lage sind, dort zu wandern und sich auszubreiten. Das wäre ein großer Erfolg für den Artenschutz in Hessen“, teilte Projektleiterin Susanne Schneider vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit.

Um die Wildkatzen anzulocken, stellen die Naturschützer und das Forstamt Nidda von Januar bis April 20 Lockstöcke in den Revieren Stornfels, Ober-Lais, Ortenberg und Büdingen auf, die mit Baldrian besprüht werden. Die Pflanzenart zieht die Katzen während der Paarungszeit an und sie reiben sich am Holz.

Bundesweite Gendatenbank

Die zurückbleibenden Haare werden genetisch untersucht und geben Ausschluss darüber, zu welchem Tier sie gehören. Mit der Lockstock-Methode sei es bereits gelungen, die Wildkatze in einigen Gebieten Hessens nachzuweisen, so die Naturschützer.

Die in der nördlichen Wetterau gewonnenen Daten sollen den Naturschützern zufolge einen Hinweis darauf geben, wie viele Tiere in Hessen leben, wie sie wandern und mit welchen anderen Wildkatzenvorkommen in Deutschland sie verwandt sind. Außerdem sollen die Daten in eine bundesweite Gendatenbank für Wildkatzen einfließen.

Quelle: FAZ.Net mit lhe
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