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Gefräßige Nager

Biberdamm lässt Wasserstand steigen

Von Eberhard Schwarz
 - 13:10

Ein oder mehrere Biber haben am Nordufer des Königsees in Mainhausen und am Mühlbach einige Bäume gefällt und andere angefressen. Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde der See zum Freizeitzentrum ausgebaut; er steht Besuchern heute zum Baden zur Verfügung. Im nördlichen Teil der Badezone mussten schon im vergangenen Jahr Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Nach Angaben von Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD) stellen derzeit noch einige Bäume am Nordufer des Königsees eine Gefahr dar. Ein Trampelpfad am See habe deswegen aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden müssen. Außer am Nordufer machen sich die Biber auch entlang des Mühlbachs in südlicher Richtung bis kurz hinter dem Bauhof bemerkbar. Im Wald östlich des FKK-Strandes baute der Biber einen Damm, der den Wasserstand des Bachs ansteigen ließ. Die Gemeinde kann den Damm allerdings nicht einfach entfernen, denn der Biber steht unter Schutz. Nach einem Ortstermin mit dem Biberbeauftragten des Regierungspräsidiums Darmstadt war es jedoch möglich, einen Teil des Damms zu beseitigen. Der Biber gab sich dadurch aber nicht geschlagen: In kurzer Zeit baute er den Damm wieder neu.

Disser wies darauf hin, dass der Mühlbach als Vorfluter dient und das gesamte Regenwasser aus dem Gewerbegebiet Ostring abführt. Daher könne der Damm in dieser Form nicht auf Dauer toleriert werden. In einem Haus gebe es aufgrund des erhöhten Wasserstands im Mühlbach schon einen feuchten Keller. Bei einem weiteren Termin mit Oberer und Unterer Naturschutzbehörde habe man vereinbart, dass ein Teil des Damms ein weiteres Mal entfernt werde. Zusätzlich will man ein Drainagerohr verlegen, so dass das Wasser auch abfließen könne, wenn der Biber den Damm zum zweiten Mal reparieren sollte.

Quelle: F.A.Z.
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