Berufung gegen Gerichtsurteil

Hanau will keinen Atommüll mehr

 - 15:38

Die Stadt Hanau wehrt sich gegen die Lagerung von weiterem Atommüll und geht nach einer Gerichtsniederlage in die nächste Instanz. Gegen das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt werde Berufung eingelegt, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) mit.

Zuvor hatte der Magistrat einen entsprechenden Beschluss gefasst. „Im Zweifelsfall gehen wir wieder bis vor das Bundesverwaltungsgericht. Wir wollen kein Atommüll-Lager auf Hanauer Stadtgebiet“, bekräftigte Kaminsky.

Der lange Schatten des Atomdorfs

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hatte geurteilt, dass dem Unternehmen Nuclear Cargo Service (NCS) die beantragte Baugenehmigung zur Errichtung eines Zwischenlagers für radioaktive Abfälle zu erteilen sei. Die Stadt will den Richterspruch aber nicht klaglos hinnehmen.

„Es ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, wie man zu dem Ergebnis kommen kann, dass der Betrieb eines Zwischenlagers für radioaktive Abfälle, die aus dem gesamten Bundesgebiet stammen, in einem Gewerbegebiet zulässig ist“, sagte der Rathaus-Chef. Er arbeitet weiter daran, den früheren Ruf Hanaus als Atomdorf los zu werden.

Quelle: dpa
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