Mordprozess gegen Paar

Angeklagte bestreitet Tatbeteiligung

 - 16:10

Im Mordprozess gegen ein junges Paar hat die Angeklagte vor dem Landgericht Zwickau eine Beteiligung an der Tat bestritten. In dem Fall spielt auch Hessen eine Rolle. Die 17 Jahre alte Frau sagte, dass ihr Freund das Opfer aus Gera allein getötet habe, um an das Auto des 45 Jahre alten Opfers zu kommen. Sie habe in einem Hauseingang erschöpft geschlafen. Er sei dann mit einem Auto vorgefahren und habe sie zum Einsteigen aufgefordert, ließ die Jugendliche von ihrer Anwältin in einer vorbereiteten Erklärung verlesen. „Ich bin von dem Geschehenen zutiefst erschüttert und bitte die Angehörigen um Entschuldigung“, verlas die Verteidigerin für ihre Mandantin.

Raub und Mord

Die Angeklagte und ihr 20 Jahre alter Freund stehen wegen gemeinschaftlichen Mordes und Raubes mit Todesfolge vor dem Landgericht Zwickau.

Zum Prozessauftakt hatte der Mann zugegeben, das ihm unbekannte Opfer ohne Vorwarnung mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Der Angeklagte und seine Freundin hätten es nach einem misslungenen Drogengeschäft auf den Wagen ihres Opfers abgesehen, um damit in die Schweiz zu flüchten. Sie hätten dem Mann in Gera aufgelauert. Die Freundin des mutmaßlichen Täters widersprach nun dem letzten Teil dieser Darstellung.

Nach der Tat soll das Paar den Toten im osthessischen Niederaula in die Fulda geworfen haben. Festgenommen wurden die beiden in Frankfurt. Das Opfer wurde erst drei Monate später von einem Spaziergänger entdeckt.

Quelle: dpa
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