Hohe Kosten bereiten Sorgen

Erst Wildschwein-Schaden, nun Aufstiegs-Relegation

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Ein halbes Jahr nach der Invasion einer wühlfreudigen Wildschweinrotte kann der Sportverein SSC Juno Burg wieder auf seinem Fußballplatz im mittelhessischen Herborn kicken. Die Tiere hatten Anfang des Jahres den Rasen umgepflügt und einen hohen Schaden angerichtet - nun steht das erste Spiel auf dem hergerichteten Platz an.

Der Verein kämpft am Mittwoch in einem Relegationsspiel gegen den SV Emsdorf um den Aufstieg in die Gruppenliga, wie Hauptkassierer Karl-Heinz Woyczyk am Dienstag berichtete. In den vergangenen Monaten hatte der Kreisoberliga-Verein auf Plätzen anderer Clubs trainieren und spielen müssen.

Hohe Kosten

Den durch die Wildschweine angerichteten Schaden bezifferte Woyczyk auf fast 100.000 Euro. Sorgen bereite dem Verein, dass die Finanzierung der Reparaturarbeiten noch nicht vollständig gesichert sei. Man warte noch auf Gelder der öffentlichen Hand.

Der Verein hatte für die Sanierung des Rasens auch die Spendentrommel gerührt. Es sei aber viel weniger Geld eingegangen als erhofft. Für den 16. Juni ist nun ein Benefizkonzert geplant.

Herborn ist der einzige Fall von Wildschweinschäden auf einem Fußballplatz. Auch die mittelhessische TSG Leihgestern hat vor einigen Monaten einen solchen Vorfall erlebt.

Quelle: dpa
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