Welterbedokument aus Römerzeit

„Constitutio Antoniniana“ an der Lahn

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Die Bibliothek der Universität Gießen hat am Mittwoch einen ihrer bedeutendsten Schätze vorgestellt: ein rund 1800 Jahre altes Papyrusdokument eines römischen Kaisers. Weil das Schriftstück so zerbrechlich sei, werde es nur selten öffentlich gezeigt, sagte Bibliotheksdirektor Peter Reuter.

Bei der „Constitutio Antoniniana“ handelt es sich um eine Verordnung des Kaisers Marcus Aurelius Severus Antoninus, der auch unter dem Namen Caracalla bekannt ist. Er verlieh damit 212/213 allen freien Bewohnern des Römischen Reichs das Bürgerrecht.

Anlass für die Präsentation des Papyrusfragmentes ist dessen Aufnahme in das Unesco-Weltdokumentenerbe Ende Oktober. Es sei das einzige erhaltene Exemplar des Dokumentes, hatte Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) nach der Bekanntgabe hervorgehoben. Erstmals sei damit ein einheitlicher Bürgerstatus für Millionen von Menschen unterschiedlicher Kulturen geschaffen worden.

Quelle: dpa
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