So wenige Arbeitslose wie 1992

Deutlich mehr Ausländer aus Nicht-EU-Staaten mit regulären Stellen

Von Jochen Remmert
 - 16:09

Im Januar steigt die Arbeitslosenzahl in Hessen im Vergleich zum durch das Weihnachtsgeschäft geprägten Dezember saisonüblich an. Das ist auch diesmal so gewesen. Aber der Anstieg im Monatsvergleich um gut 11.000 ist deutlich geringer als erwartet, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gestern mitteilte.

Mit 167600 arbeitslos gemeldeten Frauen und Männern ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Januar 2017 um 6,4 Prozent gesunken und zwar auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,0 Prozent nach 5,4 im Januar 2017. Positiv dürfte sich vor allem ausgewirkt haben, dass im Bau die Auftragsbücher voll sind wie lange nicht und die milden Temperaturen es erlauben, ohne Unterbrechungen weiterzuarbeiten.

Auch Handel hält Mitarbeiter

Hinzu kommt, dass der Handel die nach wie vor gute Konsumlaune in Hessen und anderswo spürt. Beide Branchen halten schon deshalb ihre Mitarbeiter. Zudem wollen viele so einem Fachkräftemangel vorbeugen, der zwar nicht als flächendeckendes Phänomen nachzuweisen ist, wohl aber in einzelnen Branchen schon für Engpässe sorgt.

Was die für die Finanzierung der Sozialsysteme entscheidende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung betrifft, gab es in Hessen 2017 gut 2,52 Millionen Stellen dieser Art, 2,5 Prozent mehr als 2016. Dabei stieg die Zahl der Ausländer mit sozialversicherungspflichtigem Job um 9 Prozent, die der Männer und Frauen aus „nichteuropäischen Asylherkunftsländern“ sogar um 41 Prozent auf inzwischen 19.400.

Quelle: F.A.Z.
Jochen Remmert
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.
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