Land Hessen kooperiert

Noch ein Fonds für Gründer

Von Falk Heunemann
 - 07:32

Hessen wird sich nach dem Willen der schwarz-grünen Landesregierung an einem neuen Start-up-Fonds finanziell beteiligen. Diese Nachricht kommt nur wenige Tage, nachdem die Förderbank KfW Hessen nur eine mittelmäßige Gründeraktivität attestiert hatte und es Kritik aus der Opposition an der Förderpolitik des Landes hagelte: Bis zu drei Millionen Euro wolle die Förderbank des Landes, die Wibank, in einen Wagniskapitalfonds einzahlen, der von der Förderbank Baden-Württembergs aufgelegt wird, heißt es nun.

Insgesamt soll der Fonds auf 50 Millionen Euro anwachsen. Damit dies gelingt, wollen die beiden Bundesländer private Investoren als Geldgeber gewinnen. Der Fonds soll sich an Firmen mit Technologieschwerpunkt für fünf Jahre beteiligen können, mit Beträgen von jeweils zwischen 250.000 Euro bis fünf Millionen Euro – nicht nur an Start-ups, sondern auch an Mittelständlern.

„Gutes Klima für junge innovative Firmen“

„Eine Kooperation dieser Art in Venture-Capital ist einmalig“, sagte Edith Sitzmann (Die Grünen), Finanzministerin von Baden-Württemberg. Ihr Parteifreund Tarek Al-Wazir, Wirtschaftsminister Hessens, erläuterte: „Wir wollen ein gutes Klima für junge innovative Firmen bieten, die Arbeitsplätze schaffen und die Zukunftsfähigkeit der Region sichern.“

Der Zwei-Länder-Fonds ist nicht der einzige Förderinstrument Hessens. So gibt es einen Technologiefonds, den Beteiligungsfonds Hessen Kapital aus Mitteln des Landes und der EU sowie Bürgschaftsprogramme und Kleinkredite der Wibank.

Quelle: F.A.Z.
Falk Heunemann
Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung und bei dem Wirtschaftsmagazin Metropol.
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