Australian Open

Kerber lässt Scharapowa keine Chance

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Angelique Kerber hat das Duell mit Maria Scharapowa klar für sich entschieden und nach einer beeindruckenden Vorstellung das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Die seit Donnerstag 30 Jahre alte Kielerin ließ ihrer russischen Gegnerin am Samstag keine Chance und gewann in 64 Minuten 6:1, 6:3. „Ich habe so viele gute Erinnerungen, dieser Court ist so besonders für mich“, sagte die Australian-Open-Siegerin von 2016 Kerber. „Ich wusste, dass es ein schweres Match wird gegen sie. Ich bin so froh, dass wir 2018 haben und nicht mehr 2017.“ Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale trifft die Australian-Open-Siegerin von 2016 und ehemalige Weltranglisten-Erste am Montag auf Su-Wei Hsieh aus Taiwan.

Der hochgehandelte Alexander Zverev hat sein erstes Achtelfinale bei den Australian Open indes verpasst. Der Weltranglisten-Vierte verlor ebenfalls am Samstag sein hart umkämpftes Duell zweier Top-Talente gegen den Südkoreaner Chung Hyeon in fünf Sätzen 7:5, 6:7 (3:7), 6:2, 3:6, 0:6. „Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass ich schlecht gespielt habe. Im fünften Satz lief gefühlt alles gegen mich. Ich muss herausfinden, woran das liegt“, sagte Zverev. Die Nummer eins der deutschen Tennis-Herren bekräftigte anschließend jedoch seine Zusage für die Davis-Cup-Partie in Brisbane Anfang Februar. „Ich spiele immer noch Davis Cup, wenn das damit gemeint ist“, sagte er auf die Frage nach den Planungen für die Zukunft.

Von der kommenden Woche an wird sich die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes an der Gold Coast auf die Partie gegen Australien vom 2. bis 4. Februar vorbereiten. Der gesundheitlich angeschlagene Philipp Kohlschreiber flog bereits nach Hause und wird fehlen. Der Einsatz von Mischa Zverev ist noch offen, weil Alexander Zverevs älterer Bruder noch krank ist. „Wenn er absagt, sagt er nicht ohne Grund ab“, versicherte Alexander Zverev. Bis zum 23. Januar muss Teamchef Michael Kohlmann sein Team nominieren. Als Kandidaten gelten Alexander und Mischa Zverev, Peter Gojowczyk, Jan-Lennard Struff und Doppel-Spezialist Tim Pütz.

Im Spiel selbst musste sich der 20 Jahre alte Zverev nach 3:22 Stunden seinem ein Jahr älteren Kontrahenten geschlagen geben. Zverev begann verheißungsvoll, ließ aber im Lauf des Matches immer mehr nach. Im ersten Spiel des fünften Satzes leistete er sich zwei Doppelfehler nacheinander und kassierte das Break zum 0:1.

Als er mit 0:3 in Rückstand geriet, knallte er frustriert und wütend seinen Schläger auf den blauen Betonboden. Sein Gegenüber dagegen blieb ganz cool und nervenstark und machte schließlich sein erstes Grand-Slam-Achtelfinale perfekt. Für Zverev bleibt das Achtelfinale in Wimbledon im vergangenen Jahr damit vorerst das bislang beste Ergebnis bei einem der vier wichtigsten Turniere. Als zehnter von anfangs zehn deutschen Herren schied er in Melbourne aus.

Djokovic und Federer weiter

Hyeon trifft im Kampf um das Viertelfinale nun am Montag auf den Serben Novak Djokovic. Der sechsmalige Turniersieger setzte sich gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas mit 6:2, 6:2, 6:3 durch. Dabei musste er zweimal den Arzt rufen und sich am linken Oberschenkel behandeln lassen.

Titelverteidiger Roger Federer ist ebenfalls in das Achtelfinale eingezogen. Der 36 Jahre alte Schweizer besiegte den Franzosen Richard Gasquet 6:2, 7:5, 6:4. Der 19-malige Grand-Slam-Sieger trifft in der nächsten Runde auf Marton Fucsovics aus Ungarn.

Zuvor war Maximilian Marterer gescheitert. Der 22 Jahre alte Nürnberger musste sich in der dritten Runde dem Amerikaner Tennys Sandgren mit 7:5, 3:6, 5:7, 6:7 (5:7) geschlagen geben. Marterer stand zum ersten Mal bei einem Grand Slam in der dritten Runde. Trotz einer kämpferisch starken Leistung unterlag er nach 2:56 Stunden.

Simona Halep im Achtelfinale

Bei den Damen erreichte die Weltranglisten-Erste Simona Halep nach dem drittlängsten Match der Turniergeschichte das Achtelfinale: Die 26 Jahre alte Rumänin bezwang Lauren Davis aus den USA in 3:45 Stunden und nach der Abwehr von drei Matchbällen 4:6, 6:4, 15:13. „So ein Match habe ich noch nie gespielt“, sagte Halep. „Es war nicht leicht, aber ich habe einfach weitergespielt. Ich habe einfach daran geglaubt, dass es noch nicht vorbei ist.“ Beim Stand von 10:11, 0:40 im dritten Satz wehrte sie drei Matchbälle in Serie ab.

Quelle: jaeh./tyh./dpa
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