Australian Open

Görges scheitert in Runde zwei

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Julia Görges hat den Einzug in die dritte Runde der Australian Open verpasst und erstmals nach zuletzt 15 Siegen in Serie wieder verloren. Die 29-Jährige aus Bad Oldesloe unterlag am Mittwoch bei dem Grand-Slam-Tennisturnier in Melbourne der stark aufspielenden Französin Alizé Cornet 4:6, 3:6. Nach der Niederlage von Mona Barthel gegen die Estin Anett Kontaveit sind damit fünf von anfangs sieben deutschen Damen ausgeschieden.

Nach 91 Minuten verwandelte Cornet ihren ersten Matchball gegen die insgesamt enttäuschende Görges. 41 leichte Fehler unterliefen der Weltranglisten-Zwölften, die nach ihren zuletzt imponierenden Leistungen sogar als Geheimfavoritin gehandelt wurde. „Ich war heute die Außenseiterin. Es ist wie ein Traum“, sagte Cornet, nachdem sich Görges noch mit einem Küsschen am Netz von der Nummer 42 der Rangliste verabschiedet hatte. Görges hatte zuletzt die WTA-Turniere in Auckland, Moskau und Zhuhai gewonnen, konnte gegen Cornet aber nie an ihre jüngsten Leistungen anknüpfen. Die deutschen Hoffnungen bei den Damen ruhen nun am Donnerstag auf Angelique Kerber und Andrea Petkovic. Kerber trifft auf die Kroatin Donna Vekic, die jetzt von ihrem früheren Trainer Torben Beltz trainiert wird (ca. 3.00 Uhr MEZ). Petkovic bekommt es mit der Amerikanerin Lauren Davis zu tun.

Überraschungssiegerin Marta Kostjuk

Als jüngste Tennisspielerin seit Martina Hingis im Jahr 1996 hat die 15 Jahre alte Ukrainerin Marta Kostjuk bei den Australian Open die dritte Runde erreicht. Die Nummer 521 der Weltrangliste setzte sich am Mittwoch in Melbourne gegen die australische Wildcard-Starterin Olivia Rogowska 6:3, 7:5 durch.

Kostjuk hatte im vergangenen Jahr die Juniorinnen-Konkurrenz beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gewonnen und daher eine Wildcard für die Qualifikation erhalten. Dort sicherte sie sich mit drei Drei-Satz-Siegen einen Platz im Hauptfeld. In der ersten Runde bezwang Kostjuk die an Position 25 gesetzte Chinesin Shuai Peng.

„Glücklich, einfach glücklich“, sagte die in Kiew geborene Kostjuk auf die erste Frage auf dem Platz, wie sie sich fühle. Sie ist zudem die jüngste Spielerin in der dritten Runde eines der vier Grand-Slam-Turniere seit Mirjana Lucic bei den US Open 1997.

Im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale wartet nun allerdings eine schwere Aufgabe: ihre an Nummer vier gesetzte Landsfrau Jelina Switolina.

Barthel ist raus

Spannend machte es die amtierende WTA-Weltmeisterin Caroline Wozniacki. Sie hat erst nach der Abwehr von zwei Matchbällen und einem 1:5, 15:40-Rückstand im dritten Satz doch noch die dritte Runde der Australian Open erreicht. Die 27-jährige Dänin setzte sich am Mittwoch gegen Jana Fett aus Kroatien in zweieinhalb Stunden mit 3:6, 6:2, 7:5 durch.

Wozniacki hatte im Oktober die WTA-WM in Singapur gewonnen und ist beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres an Nummer zwei gesetzt. „Es war verrückt, ich weiß nicht, wie ich zurück ins Match gekommen bin. Ich bin erleichtert“, sagte Wozniacki nach dem hart erkämpften Erfolg gegen die Nummer 119 der Weltrangliste.

Quelle: rad./dpa
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