Basketball-EM

Starker Auftritt gegen Georgien

Von Jochen Stahnke, Tel Aviv
 - 17:13

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel bei der Europameisterschaft in Israel gewonnen. In einem lange Zeit offenen Spiel siegten die Deutschen mit einer beeindruckenden Defensivleistung am Ende deutlich und verdient gegen Georgien mit 67:57 und machten damit einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale.

Vor allem unter den Körben boten Johannes Voigtmann, Danilo Barthel und Daniel Theis (fünf Steals, zwei Blocks) eine starke Leistung, auch der erst 19 Jahre alte Isaiah Hartenstein überraschte defensiv wie offensiv: Mit einem krachenden Dunk nach Alleyhoop führte sich der Ergänzungsspieler in die Europameisterschaft ein. Hartenstein verschaffte den früh mit Fouls belasteten Stammspielern auf den Innenpositionen Zeit zum Ausruhen. Überhaupt konnte sich Cheftrainer Chris Fleming auf seine Bankspieler verlassen, die sich vor allem defensiv stark einfügten. „Auch in Schwächephasen, als wir kaum trafen, haben wir trotzdem konstant stark verteidigt“, lobte Fleming sein Team. Das Rebounding der Deutschen war von Anbeginn besser als noch im Spiel gegen die Ukraine. Doch die alte Schwäche der Distanzwürfe setzte sich fort. Die Deutschen trafen lediglich 32 Prozent ihrer Dreipunktewürfe, eine Quote, die in den ersten drei Vierteln noch darunter lag. Auch die zwanzig Turnover, die sich Deutschland leistete, bieten Verbesserungsmöglichkeiten für eine Mannschaft, die in der Vorbereitung erst spät zusammenkam.

Die Georgier wirkten nach dem überraschenden Sieg gegen Litauen mit Fortdauer des Spiels müde, konnten im Gegensatz zu Deutschlands nicht von der Bank aus zusetzen und brachen im Schlussviertel (fünf Punkte) völlig ein. Zudem schaffte es insbesondere Karsten Tadda, den georgischen Starspieler Tornike Shengelia über weite Strecken aus dem Spiel zu nehmen. Allein Center Zaza Pachulia erreichte mit 14 Punkten normale Form. Schröder spielte abermals stark, hatte es gegen erfahrene und hart spielende Georgier jedoch diesmal schwerer, erfolgreich unter den Korb zu ziehen. Dennis Schröder leistete sich eine Wurfquote von 37 Prozent und fünf Turnover, traf indes fünf von sechs seiner Freiwürfe und kam am Ende auf 23 Punkte.

Quelle: FAZ.NET
Jochen Stahnke - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Stahnke
Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.
TwitterGoogle+
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenChris FlemingDennis SchröderJohannes VoigtmannRobin BenzingGeorgienTel AvivUkraineNBA