Eishockey-Nationalmannschaft

Deutschland zaubert ein bisschen gegen Frankreich

 - 21:58

Trotz zahlreicher Verletzten hat das deutsche Eishockeyteam im Testspiel gegen Frankreich überzeugt. Die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm gewann 7:1 (5:0, 1:0, 1:1) und feierte im fünften Vorbereitungsspiel auf die Eishockey-Weltmeisterschaft (4. bis 20. Mai) den zweiten Sieg.

Gegen einen allerdings auch erschreckend schwachen Gegner waren Daniel Pietta (4. Minute), Mirko Höfflin (8.), Bernhard Ebner (9./58.), Marcel Müller (14.), Matthias Plachta (19.) und Mark Michaelis (32.) die Torschützen. Für Frankreich traf nur Sacha Treille (50.) in Überzahl. „Wir hatten heute etwas gut zu machen. Es war wichtig, dass uns ein Schritt nach vorn gelungen ist“, sagte Torschütze Matthias Plachta und folgerte: „Die Mannschaft hat funktioniert.“

Mit nur vier Silbermedaillengewinnern von Pyeongchang im Kader zeigte die Auswahl damit die geforderte Reaktion nach zuletzt schwachen Spielen gegen die Slowakei. „Die Leistung in der vergangenen Woche ist nicht unser Anspruch“, hatte Sturm nach dem 1:2 nach Penaltyschießen und 1:4 geschimpft. Diesmal war sein ohne den noch angeschlagenen Stürmerstar Leon Draisaitl angetretenes Team von Beginn an entschlossen und läuferisch stark. Vor allem College-Stürmer Michaelis überzeugte an der Seite von Frederik Tiffels, der im vergangenen Jahr auch als Collegespieler die Überraschung der Vorbereitung und schließlich der WM gewesen war.

Das große Warten auf die NHL-Stars

Angesichts einiger Pfosten- und Lattenschüsse hätte der Sieg noch höher ausfallen können. Dabei sind etliche Leistungsträger noch gar nicht dabei. NHL-Star Draisaitl von den Edmonton Oilers ließ Sturm ebenso zur Schonung in Berlin wie die Olympia-Zweiten Sinan Akdag (Mannheim), Yasin Ehliz, Ersatzkeeper Niklas Treutle (beide Nürnberg) und Angreifer Markus Eisenschmid (Laval/AHL). Dort findet am Samstag wieder gegen Frankreich (17.45 Uhr) der letzte WM-Test daheim statt. In der kommenden Woche stehen in Dänemark noch Spiele gegen den WM-Gastgeber (25.4.) und Vorrundengegner Südkorea (27.4.) an.

Dafür stößt noch Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg von den New York Islanders dazu. Auch Stürmer Tobias Rieder (Los Angeles) und Verteidiger Korbinian Holzer (Anaheim) könnten nach dem Playoff-Aus in der NHL dann zum Kader gehören. Die Nationalspieler der DEL-Finalisten aus München und Berlin, darunter zehn Olympiazweite, kommen dagegen wohl erst kurz vor dem WM-Start dazu.

In Dänemark muss Sturm auf mindestens neun Olympia-Helden verzichten, darunter auch Kapitän Marcel Goc, Olympia-Fahnenträger Christian Ehrhoff und Torjäger Patrick Reimer. Das Führungsspieler-Trio war nach der Olympia-Sensation zurück getreten.

Quelle: frez./dpa
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