FAZ plus ArtikelCharles Leclerc

Ferraris junger Streber

Von Hermann Renner, Montreal
 - 15:01

Was passiert, wenn Kimi Räikkönen einmal nicht mehr an der Seite von Sebastian Vettel bei Ferrari fährt? Gäbe es eine Umfrage, wer den Finnen bei Ferrari ersetzen könnte, würde Charles Leclerc mehr Stimmen bekommen als der zweifache Saisonsieger Daniel Ricciardo, der an diesem Sonntag vom sechsten Platz in das Rennen in Montreal startet (ab 20.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei RTL). Weil er der erste Fahrer aus Ferraris Talentschuppen ist, der es in die Formel 1 geschafft hat. Weil er zu den größten Talenten in der Formel 1 zählt. Weil Ferrari den 20-jährigen Monegassen noch ein Jahr parken könnte, wenn man andere Pläne hätte. Weil er kompatibel mit Sebastian Vettel wäre, dem der Teamfrieden über alles geht. Und weil er ein Sonderangebot ist. Ricciardo würde mindestens 20 Millionen Euro kosten.

Leclerc fährt Kartrennen, seit er sieben Jahre alt ist. Schon damals träumte er vom ganz großen Sport. Von dort, wo Leclerc wohnt, kann er auf die erste Kurve der Grand-Prix-Strecke von Monte Carlo blicken. Prinz Albert ist sein Freund. Man kennt sich seit den frühen Kart-Tagen. „Albert ist immer einer meiner größten Unterstützer gewesen.“ Wann hatte Monaco schon mal einen namhaften Grand-Prix-Piloten? Noch dazu einen, der sich mit WM-Punkten dekoriert hat? Da fällt einem nur Louis Chiron ein, der gegen Rudolf Caracciola und später Juan Manuel Fangio gefahren ist. So wurde der GP Monaco für Leclerc auch zu einem emotionalen Moment. „Ich habe mein ganzes Leben auf diesen Moment gewartet, den Grand Prix zu fahren, den ich in meinen Träumen schon als Kind gefahren bin“, gibt Leclerc zu.

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Quelle: F.A.S.
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