Debatte im Motorsport

Formel 1 findet Ersatz für die Grid Girls

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Die Formel 1 setzt nach dem Ende der Grid Girls in der Startaufstellung künftig auf Grid Kids. Wie die Königsklasse am Montag bekannt gab, sollen die Kinder von den jeweiligen Motorsport-Clubs per Los oder aufgrund von Verdiensten ausgesucht werden und zusammen mit deren Familien „Teil von einem der exklusivsten und aufregendsten Momente eines Rennwochenendes“ sein. Voraussetzung sei, dass die Kinder im Kart- oder Formelsport bereits aktiv sind.

„Was für eine unvergessliche Erfahrung“, sagte Formel-1-Marketingsdirektor Sean Bratches. Einen besseren Weg, die nächste Generation Formel-1-Helden zu inspirieren, gebe es nicht, meinte er. In welchem Alter die Kinder sein werden, ließen die Formel-1-Verantwortlichen noch offen. Zum ersten Mal werden die Grid Kids am 25. März im australischen Melbourne zum Einsatz kommen. Die Nummern-Girls wird es dann nicht mehr geben. Nachdem die Diskussion darüber aufgekommen war, waren bei einigen Rennen zuletzt bereits Grid Kids dabei.

Der frühere Formel-1-Boss Ecclestone hatte die Abschaffung der Nummern-Girls in der Startaufstellung scharf kritisiert. „Diese Mädchen waren doch Teil der Show. Die Fans lieben den Glamour“, erklärte Ecclestone im Interview der britischen Zeitung „The Sun“ in der vergangenen Woche. „Ich kann nicht erkennen, wie ein gut aussehendes Mädchen, das mit einem Fahrer und einer Nummer vor einem Formel-1-Auto steht, jemanden stören kann.“ Der 87-Jährige sagte, Großbritannien werde derzeit „etwas prüde“.

Die Formel-1-Führung hatte die Abschaffung der seit den 1960er Jahren als Grid Girls bekannten Models am vergangenen Mittwoch mit dem gesellschaftlichen Wandel begründet. „Wir glauben nicht, dass dieser Brauch passend oder bedeutend für die Formel 1 und ihre bisherigen und künftigen Fans in aller Welt ist“, sagte Marketingchef Bratches laut Mitteilung. Die Entscheidung gelte auch für alle Rennen anderer Klassen an Grand-Prix-Wochenenden.

Der Schritt sorgte für Kritik bei Fans, Fahrern und bei den Grid Girls selbst. „Wir haben deswegen unsere Jobs verloren“, beklagte Lauren-Jade Pope in der „Sun“. „Es sollte doch unsere Entscheidung sein, als was wir arbeiten.“ Das frühere Grid Girl Lizzie Cundy berichtete beim Sender itv, es sei „wahrscheinlich der beste Job“, den sie je gehabt habe. „Wir hatten so viel Spaß“, erklärte Cundy. „Niemand hat uns dort herabgesetzt oder belästigt. Es war einfach nur eine tolle Zeit.“

Quelle: tora./dpa
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