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Qualifikation für Russland

Der große Kampf um die WM-Tickets

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Auch Cristiano Ronaldo und Portugal haben ihr WM-Ticket noch nicht sicher. Bild: EPA, tora./dpa

Die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 geht ab Donnerstag in die entscheidende Phase. Neben Gastgeber Russland haben sich bislang Brasilien, Belgien, Mexiko, Iran, Japan, Südkorea und Saudi-Arabien sieben der 31 weiteren WM-Plätze gesichert. Nur Belgien hat vor dem neunten und vorletzten Spieltag der europäischen WM-Qualifikation schon das Ticket sicher. Titelverteidiger Deutschland könnte am Donnerstag folgen. Auch England, Serbien und angesichts der Tordifferenz quasi auch Spanien könnten den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation jetzt aus eigener Kraft sichern. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln anschließend in Playoff-Spielen (9. bis 14. November) vier weitere Endrunden-Teilnehmer. Die Playoffs werden am 17. Oktober (14.00 Uhr MESZ) in Zürich ausgelost. Die vier in der Fifa-Weltrangliste besser plazierten Mannschaften werden für die Spiele gesetzt. Ein Überblick über den Stand der Qualifikation:

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Gruppe A: Frankreich (17 Punkte) wird am Samstag wohl noch nicht das WM-Ticket klarmachen können. Denn dazu bräuchte der Weltmeister von 1998 nicht nur einen Sieg in Bulgarien (12), sondern auch eine Niederlage von Schweden (16) gegen Luxemburg (5). Gegen den Außenseiter patzte Frankreich beim 0:0, dennoch hat die Equipe Tricolore beste Chancen auf das Direkt-Ticket. Die Niederlande (13) braucht zwingend einen möglichst deutlichen Sieg in Weißrussland (5), um zumindest ihr Endspiel um Platz zwei zum Abschluss gegen Schweden zu bekommen.

Gruppe B: Die Schweiz (24) hat noch keinen Punkt abgegeben, hat das Ticket aber längst noch nicht sicher. Zwar wird Platz eins nur noch zwischen den Eidgenossen und Europameister Portugal (21) entschieden. Doch bei drei Zählern Vorsprung könnte es am letzten Spieltag zum Endspiel in Portugal kommen – und das Team um Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat die deutlich bessere Tordifferenz. Am Samstag empfängt die Schweiz den EM-Teilnehmer Ungarn (10), Portugal spielt in Andorra (4).

Gruppe C: Titelverteidiger Deutschland (24) genügt ein Punkt beim direkten Verfolger Nordirland (19) am Donnerstag, um das WM-Ticket zu lösen. Die Nordiren haben mindestens Rang zwei schon sicher.

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Gruppe D: Serbien (18) kann sich am Freitag mit einem Sieg in Österreich (9) für die WM qualifizieren. Im Falle eines Patzers dürfen Wales (14) vor dem Spiel in Georgien (5) und Irland (13), das Moldawien empfängt, weiter hoffen. Am letzten Spieltag spielen die Iren in Wales. Wegen der bisher geringen Punktzahl droht dem Zweiten der Gruppe D aber das Aus.

Gruppe E: Polen (19) kann mit einem Sieg in Armenien (6) alle Zweifel beseitigen. Bei einem Patzer wäre der Sieger des Verfolger-Duells zwischen Montenegro und Dänemark (beide 16) wieder voll im Rennen. Zumal beide eine bessere Tordifferenz haben. Am letzten Spieltag empfangen die Polen Montenegro.

Gruppe F: England (20) braucht aus den beiden letzten Spielen am Donnerstag gegen Slowenien (14) und am Sonntag in Litauen (5) insgesamt zwei Punkte, um das Ticket für Russland zu lösen. Um Platz zwei gibt es einen Dreikampf zwischen den Slowenen, der Slowakei (15) und Schottland (14). Die beiden Letztgenannten treffen am Donnerstag in Glasgow aufeinander. Sollte die Slowakei nicht gewinnen, wäre England auch mit einem Unentschieden qualifiziert.

Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

Gruppe G: Gewinnt Spanien (22) am Freitag in Alicante gegen Albanien (13), ist der Titelträger von 2010 für die WM in Russland quasi qualifiziert. Ansonsten darf der 2006er-Champion Italien, der nicht nur drei Punkte weniger sondern auch die um 17 Treffer schlechtere Tordifferenz hat, noch hoffen. Mit einem Unentschieden am Freitag gegen Mazedonien (7) kann Italien auf jeden Fall Rang zwei absichern.

Gruppe H: Belgien (22) ist bereits qualifiziert. Griechenland (13) und Zypern (10), die am Samstag in Nikosia aufeinandertreffen, hoffen, dass die Belgier in Bosnien-Hercegovina (14) dennoch mit voller Kraft spielen.

Gruppe I: Die engste Gruppe von allen. Und die Ausgeglichenheit könnte dazu führen, dass der Zweite am Ende nicht für die Play-offs qualifiziert ist. Aktuell führt Kroatien (16), das am Freitag Finnland (7) empfängt, punktgleich vor Island, das zum Verfolgerduell in der Türkei (14) antritt. Die Ukraine (14) hat am Freitag im Kosovo (1) die vermeintlich leichteste Aufgabe. Zum Abschluss empfängt Island den Kosovo, Kroatien muss in die Ukraine und die Türkei nach Finnland.

Südamerika: Brasilien ist durch, Verfolger Uruguay kann mit einem Sieg bei Schlusslicht Venezuela alles klar machen. Im Kampf um die zwei weiteren Direkt-Tickets dürfte es spannend werden. Kolumbien (26), Peru, Argentinien (beide 24) und Chile (23) liegen auf den Plätzen drei bis sechs. Dabei kommt es am Donnerstag (Ortszeit) in Buenos Aires zum direkten Aufeinandertreffen zwischen WM-Finalist Argentinien und Peru. Der Fünftplatzierte hat im November noch in den Playoffs gegen Ozeanien-Sieger Neuseeland die Chance auf einen weiteren WM-Platz.

Afrika: Die fünf Sieger der Qualifikationsgruppen fahren zur WM. Gute Chancen besitzen Tunesien, Nigeria und Ägypten. In den Gruppen C (Elfenbeinküste, Marokko, Gabun) und D (Burkina Faso, Kap Verde und Senegal) zeichnet sich ein Dreikampf ab.

Asien: Iran, Südkorea, Japan und Saudi-Arabien haben sich in der Gruppenphase durchgesetzt und fahren zur WM. Der Sieger aus dem Duell zwischen Syrien und Australien zieht in die Playoffs im November ein und trifft dort auf den Viertplatzierten der Concacaf-Zone.

Concacaf: Mexiko hat sich fast schon standesgemäß für die WM qualifiziert, Costa Rica könnte mit einem Sieg gegen Honduras nachziehen. Das Rennen um den dritten Platz ist eng. Panama (10), die Vereinigten Staaten und Honduras (beide 9) liegen nahezu gleichauf. Dabei kommt es am Freitag (Ortszeit) zum direkten Duell zwischen den Vereinigten Staaten und Panama.

Ozeanien: Neuseeland hat sich in der Ausscheidung durchgesetzt und wartet nun auf seinen Playoff-Gegner, den Fünftplazierten aus Südamerika.

Quelle: tora./dpa
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