Fußball-Skandal

WM-Schiedsrichter fordert Schmiergeld per Whatsapp

 - 14:29

Der saudi-arabische Fußball-Verband SAFF hat den für die WM vorgesehenen Schiedsrichter Fahad al-Mirdasi lebenslang gesperrt. Al-Mirdasi habe zugegeben, vor dem Pokalfinale am vergangenen Samstag den Präsidenten von Al-Ittihad nach Bestechungsgeld für eine Spielmanipulation gefragt zu haben. Er machte dies in einer WhatsApp-Nachricht. Das teilte der saudische Verband mit. Der Referee war wenige Stunden vor dem Anpfiff von dem Endspiel abgezogen worden. Das Finale am vergangenen Samstag leitete an seiner Stelle der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Mark Clattenburg aus England, der mittlerweile für den saudischen Verband arbeitet.

Nach Angaben des Verbands gestand der Schiedsrichter. Die SAFF hat den Fall an den Weltverband Fifa weitergeleitet, verbunden mit der Bitte, al-Mirdasi von der Liste für die Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) zu streichen. Al-Mirdasi sollte eigentlich einer der fünf Referees der asiatischen Fußball-Konföderation sein. Der 32-Jährige hatte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 unter anderem das deutsche Gruppenspiel gegen Fidschi (10:0) gepfiffen und auch Spiele beim Confed Cup 2017 in Russland geleitet.

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Ein Schiedsrichter aus Serbiens erster Fußballliga ist derweil unter dem Verdacht der Spielmanipulation festgenommen worden. Srdjan Obradovic werde vorgeworfen, bei dem 2:0-Sieg von Spartak Subotica über Radnicki Nis am Sonntag das Heimteam begünstigt zu haben, wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte. Obradovic soll der Mitteilung zufolge 48 Stunden zur Vernehmung in Gewahrsam bleiben. Mehr Details waren zunächst nicht bekannt.

Spartak Subotica war mit dem Sieg vom Sonntag auf Platz drei der serbischen Meisterschaft geklettert, mit einem Vorsprung von drei Punkten vor Radnicki. Nur der zweit- und der drittplazierte Verein bekommen einen Platz in der nächsten Auflage der Europa League. Obradovics Festnahme erfolgte nach Empörung darüber, dass er sich zugunsten von Spartak Subotica geäußert hatte.

Quelle: tora./SID
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