FAZ plus ArtikelWM-Vergabe für 2026

Das Zittern der Fifa vor Trumps Rache

Von Michael Ashelm, Moskau
 - 07:19

Der Manege-Platz in Kreml-Nähe ist für einen Moment fest in der Hand der Marokkaner. Die Gruppe von Fußballtouristen aus Nordafrika in ihren rot-grünen Trikots singt sich warm für die Weltmeisterschaft und fordert dann vorbeischlendernde Fans aus Peru lautstark zu einer Art Stadionliederwettbewerb auf. Die überdimensionierte Zeitanzeige eines Uhrensponsors auf dem Platz zählt die Tage, Stunden und Minuten bis zum Turnierstart. Moskaus Zentrum ist vom WM-Fieber erfasst. Friedlich schieben sich die Massen durch die Straßen und an den Sehenswürdigkeiten vorbei. In der internationalen Party-Atmosphäre denkt wohl kaum jemand an Krisenherde oder drohende Handelskriege.

Mit ihrer Außenseiterrolle auf dem Platz können die Marokkaner gut leben. Der erste WM-Auftritt nach 20 Jahren wird ganz entspannt gesehen. Dafür kämpfen die Funktionäre aus dem Königreich hinter den Kulissen einen erbitterten Kampf um das Gastgeberrecht fürs WM-Turnier im Jahr 2026. An diesem Mittwoch (Kongressbeginn um 8.00 Uhr MESZ) entscheiden die Mitgliedsverbände des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) auf dem Fifa-Kongress in Moskau darüber, ob das kleine Marokko oder die favorisierte Gemeinschaftsbewerbung der Vereinigten Staaten mit Kanada und Mexiko („United 2026“) den Zuschlag erhalten wird. Russlands Staatspräsident Wladimir Putin will anwesend sein.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Ashelm
Redakteur in der Wirtschaft.
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