Anzeige

Heynckes möchte Ko-Trainer

„Es werden Tränen fließen“

 - 14:23
Immer an seiner Seite: Ko-Trainer Peter Herrmann (rechts) mit Jupp Heynckes nach dem Meistertitel 2013. Bild: Picture-Alliance, tora./dpa

Der FC Bayern bastelt weiter an den letzten Details für die Rückkehr von Jupp Heynckes auf die Trainerbank des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Vor dem offiziellen Vollzug der Personalie wollen die Münchner ihrem Triple-Coach von 2013 noch den Wunsch nach der abermaligen Verpflichtung von Peter Hermann als Ko-Trainer erfüllen. Hermann hat beim Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf inzwischen um seine Freigabe gebeten. „Es fällt mir sehr, sehr schwer. Aber mich verbindet mit Jupp Heynckes sehr viel und ich möchte ihm den Gefallen tun. Ich habe ihm viel zu verdanken und möchte ihm etwas zurückgeben“, sagte Hermann am Freitag. „Es fällt mir nicht leicht, hier zu gehen. Aber Fortuna ist Erster und auf einem guten Weg. Trotzdem werden auch Tränen fließen.“

Anzeige

Zuvor hatte der 65-Jährige der „Bild“-Zeitung seinen Wechselwunsch bestätigt: „Ich habe von Jupp ein Angebot bekommen, mit ihm zu den Bayern zu gehen, und will das machen. Ich habe Fortuna um Freigabe gebeten und natürlich auch mit Friedhelm (Funkel, d.Red.) gesprochen. Er entspricht meinem Wunsch.“ Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer hat bisher stets auf Hermanns bis 2018 laufenden Vertrag hingewiesen. „Ich glaube schon, dass es eine Einigung geben wird“, sagte Hermann, der bereits in Leverkusen und während einer früheren Amtszeit in München als Ko-Trainer von Heynckes arbeitete. Und Funkel sagte Sport1, dass „noch nichts klar“ sei: „Fakt ist, dass wir im Verein noch darüber sprechen müssen und dann werden wir in den nächsten Tagen zu einer Entscheidung kommen. Es kann auch sein, dass es nicht zustande kommt. Wenn die Fortuna nein sagt, dann geht es nicht, weil er einen Vertrag bis 2018 hat.“

Heynckes soll die Bayern als Nachfolger des freigestellten Carlo Ancelotti bis zum Sommer zu neuen Erfolgen führen. Der 72-Jährige bestätigte Gespräche mit der Klubspitze über eine vierte Amtszeit in München, sprach aber von einer schwierigen Entscheidung. Dennoch gilt als ausgemacht, dass der frühere Nationalspieler am Montag sein erstes Training bei den Bayern leitet und am 14. Oktober im Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder in der Bundesliga auf der Bank sitzt.

Eigentlich hatte sich Heynckes 2013 nach dem Gewinn von Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League in den Ruhestand verabschiedet. „Ich bin überrascht, dass sich der Jupp das Wagnis antut. Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir seine Rückkehr“, zitierte die „Bild“-Zeitung am Freitag den Bayern-Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer.

Anzeige

Auf Heynckes wartet keine leichte Aufgabe. In der Bundesliga liegt das Team nach sieben Spieltagen bereits fünf Punkte hinter Spitzenreiter Borussia Dortmund, in der Champions League setzte es zuletzt ein 0:3 bei Paris Saint-Germain. „Ich glaube, er kann die Situation in den Griff bekommen. Eines ist klar: Jetzt muss die Mannschaft Charakter zeigen und darf sich nicht länger hinter dem Trainer verstecken“, sagte Beckenbauer.

Die Nationalspieler des FC Bayern reagierten mit Vorfreude auf das sich anbahnende Comeback von Heynckes. „Jupp Heynckes hat alles, was ein guter Trainer braucht. Das ist ein ganz großer Trainer“, sagte Abwehrspieler Jérôme Boateng. Kollege Mats Hummels versicherte: „Ich habe nur Positives über ihn gehört.“ Den Gerüchten, nach dem Heynckes-Notdienst könnte im Sommer Julian Nagelsmann die Bayern übernehmen, trat am Freitag Manager Alexander Rosen von Nagelsmanns aktuellem Verein 1899 Hoffenheim entgegen, der von „reinen Spekulationen“ sprach. Bei Sky sagte er: „Es gab und gibt keine Anfrage der Bayern für Julian Nagelsmann - weder an mich, noch an unsere Geschäftsführung, noch an Dietmar Hopp.“

Neuer Trainer
Bayern-Fans freuen sich auf Heynckes
Quelle: tora./dpa
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenFranz BeckenbauerJupp HeynckesBayernMünchenBildzeitungFC Bayern MünchenFortuna Düsseldorf

Anzeige