Fußball
Zweite Bundesliga

Die Not in Karlsruhe wird immer größer

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Die Spitzenklubs der zweiten Fußball-Bundesliga sind noch enger zusammengerückt und auch Dynamo Dresden mischt im Aufstiegsrennen mit. Mit dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den SV Sandhausen verkürzten die Sachsen als Tabellenfünfter am Sonntag den Rückstand zum Relegationsrang drei auf sechs Zähler und setzen die führenden Teams weiter unter Druck. Sowohl Spitzenreiter VfB Stuttgart, der am Samstag 0:1 gegen Greuther Fürth unterlag, als auch Hannover 96 (0:0 gegen St. Pauli) mussten am 25. Spieltag Dämpfer im Kampf um die direkte Rückkehr in die Bundesliga verkraften.

Stuttgart droht der Verlust der Tabellenführung. Gewinnt Union Berlin am Montag gegen den 1. FC Nürnberg, verdrängen die Eisernen die Schwaben vom ersten Platz. „Wir haben es nicht geschafft, uns spielerisch zu befreien. Fürth war ballsicherer und zweikampfstärker. Uns hat in den Abläufen die Konsequenz gefehlt“, kommentierte VfB-Trainer Hannes Wolf die sechste Saisonniederlage, die Veton Berisha in der neunten Minute per Weitschuss besiegelte. Wolf will die kommenden Tagen nutzen, um seine Mannschaft auf die nächste Etappe im Aufstiegskampf einzustimmen: „Jetzt werden wir uns in der Länderspielpause schütteln, hart arbeiten und alles dafür tun, um wieder aufzustehen.“

Hannover wurde von Eintracht Braunschweig (3:2 gegen Heidenheim) überholt und rutschte auf den vierten Platz. Nach der Nullnummer gegen St. Pauli steht 96-Coach Daniel Stendel weiter im Blickpunkt. Sportchef Horst Heldt wollte sich bezüglich der Zukunft des vertraglich noch bis 2018 gebundenen Fußball-Lehrers Stendel nach dem Dämpfer am Millerntor nicht festlegen. „Es ist alles offen“, sagte Heldt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Ewald Lienen vom FC St. Pauli reagierte mit harscher Kritik auf die anhaltende Debatte um seinen Trainerkollegen. „Dass in so einer Tabellensituation der Trainer überhaupt infrage gestellt wird, ist skandalös“, echauffierte sich der 63-Jährige am Samstag.

Bielefeld holt einen neuen Trainer

Heldt kommentierte das 0:0 gegen St. Pauli sachlich: „Am Ende ist es ein gerechtes Ergebnis. Ob das für beide Mannschaften zu viel oder zu wenig war, wird sich dann am Ende zeigen.“ Der niedersächsische Rivale Braunschweig, der erneut einen Rückstand drehen konnte und im sechsten Match hintereinander ohne Niederlage blieb, untermauerte derweil seine gute Form. „Einfach unglaublich. Wir haben alles gegeben und bis zum Ende an uns geglaubt. Im Fußball ist alles möglich“, meinte Eintracht-Profi Onel Hernandez.

Für den Karlsruher SC und Erzgebirge Aue wird die Lage immer prekärer. Durch das 0:3 (0:2) am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf rangiert Karlsruhe erstmals nach einem Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Erzgebirge Aue holte mit dem 1:1 (1:0) gegen den VfL Bochum einen Auswärtspunkt, rutschte aber auf Rang 17.

Arminia Bielefeld hat derweil den Luxemburger Jeff Saibene als neuen Cheftrainer verpflichtet. Wie der abstiegsbedrohte Klub mitteilte, wird der 48 Jahre alte Coach, der den Schweizer Erstligaverein FC Thun am Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen den FC St. Gallen (2:2) letztmalig betreute, bereits am Montag seinen Dienst in Ostwestfalen antreten. Saibene wird Nachfolger des am vergangenen Dienstag beurlaubten Jürgen Kramny und soll den Tabellen-16. vor dem Abstieg bewahren.

Quelle: FAZ.NET
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