Bundesliga-Trainer

Stöger muss in Dortmund am Saisonende gehen

 - 10:45

Nach dem FC Bayern muss sich wohl auch Rivale Borussia Dortmund für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Der Bundesligaverein wird sich nach einem Bericht der „Bild“ nach der laufenden Runde vom bisherigen Coach Peter Stöger trennen. Die Niederlage im Bundesliga-Derby gegen den FC Schalke 04 am Sonntag sei der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung gewesen, schreibt das Blatt. Der Österreicher Stöger müsse auch dann gehen, wenn er die Zielvorgabe, die Qualifikation für die Champions League, erreichen sollte. Der BVB ist momentan Tabellen-Vierter und wäre damit für die Königsklasse qualifiziert. Der Abstand zum Fünften aus Leipzig beträgt bei noch vier Spielen derzeit vier Punkte.

Der Klub wollte eine definitive Entscheidung allerdings noch nicht bestätigen. „Wir haben immer gesagt, dass Peter Stöger unser erster Ansprechpartner sein wird. Bislang gab es nicht einmal ein Gespräch darüber, wie sich beide Seiten die Zukunft vorstellen, folgerichtig gibt es auch keine Entscheidung“, teilte BVB-Mediendirektor Sascha Fligge am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Wir – und das betonen unsere Verantwortlichen genauso wie Peter Stöger seit Wochen – konzentrieren uns voll auf das Erreichen der Champions-League-Qualifikation. Dem ordnen wir alles unter“, sagte Fligge. Sportdirektor Michael Zorc sagte der Funke Mediengruppe: „Wenn wir eine definitive Entscheidung getroffen haben, vermelden wir das auch.“

Der 52 Jahre alte Stöger, dessen Vertrag nur bis Sommer läuft, hatte nach der 0:2-Niederlage gegen Schalke allerdings schon selbst nicht mehr mit einem Verbleib gerechnet. „Mein Dienstverhältnis geht bis zum 30. Juni – und das ist gut so“, sagte er dem WDR. Top-Kandidat als Nachfolger ist wohl Lucien Favre. Der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag mit dem französischen Erstligaverein OSC Nizza. Auch RB Salzburgs Marco Rose (41) wird als Kandidat gehandelt. Der gebürtige Leipziger, der unter Jürgen Klopp 150 Liga-Spiele für den FSV Mainz 05 bestritt, steht mit Salzburg im Europa-League-Halbfinale. Rose hat allerdings noch einen Vertrag bis 2019.

Vor dem Spiel auf Schalke hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc eine weitere Zusammenarbeit mit Stöger in einem Interview der „Bild am Sonntag“ nicht ausgeschlossen: „Wir haben immer gesagt, dass auch eine längere Zusammenarbeit mit Peter möglich ist. Wir sind ihm extrem dankbar.“ Stöger hatte den BVB nach der Trennung vom Niederländer Peter Bosz im Dezember 2017 übernommen. Dieser wiederum war erst im vergangenen Sommer gekommen als Nachfolger von Thomas Tuchel. Nun soll es wieder ein neuer Trainer richten. Auch in der Mannschaft deuten sich personelle Änderungen an, wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schon zuvor angekündigt hat.

Quelle: tora./dpa
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