<iframe src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Hoeneß über Lewandowski

„Das 200-Millionen-Preisschild ist Quatsch“

 - 08:52

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat im Fall des abwanderungswilligen Torjägers Robert Lewandowski abermals ein Machtwort gesprochen. „Das 200-Millionen-Preisschild ist Quatsch. Robert wird nicht verkauft und spielt nächste Saison bei uns. Dazu ist alles gesagt worden“, sagte Hoeneß bei Sky. Schon seit Wochen wird über einen Wechsel von Lewandowski spekuliert. Die Bayern-Verantwortlichen hatten diesen aber mehrfach ausgeschlossen. Zuletzt war allerdings berichtet worden, dass der deutsche Fußball-Rekordmeister bei einer Ablöse in Höhe von rund 200 Millionen Euro schwach werden könnte. Der Vertrag von Lewandowski in München läuft noch bis 2021.

Pini Zahavi, Agent von Lewandowski, hatte zuletzt offen davon gesprochen, dass der Pole „eine Veränderung und eine neue Herausforderung in seiner Karriere braucht. Die Verantwortlichen des FC Bayern wissen darüber Bescheid“, sagte Zahavi der „Sport Bild“. Hoeneß, aber auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, hatten dagegen unablässig betont, dass der 29 Jahre alte Lewandowski seinen Vertrag erfüllen müsse. „Wir werden der Fußballwelt beweisen, dass der Verein noch immer der Stärkere ist“, hatte Hoeneß unlängst im kicker gesagt.

Lewandowski, der sich momentan mit Polen auf die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) vorbereitet, äußerte sich zuletzt ausweichend: „Das sind Dinge, um die sich mein Agent kümmert. Ich konzentriere mich auf die Vorbereitung für die WM, das ist am wichtigsten. Ich denke an nichts anderes.“ Auch für Lewandowskis Kollegen ist die Bühne bereitet: Topstars wie Ronaldo oder Neymar können bei der WM wieder ihre Klasse unter Beweis stellen. Für die Star-Kicker ist das eine willkommene Gelegenheit, streben doch alle drei gerüchteweise einen Vereinswechsel in diesem Sommer an. Für viele andere Spieler ist die Weltmeisterschaft ebenfalls ein perfektes Schaufenster, um sich zu präsentieren. Und die Vereine stehen vor der Frage: Jetzt zugreifen oder zögern?

In Deutschland zumindest hat unter anderem Borussia Dortmund bereits zugegriffen. Der Bundesligaverein hat das Rennen um die Verpflichtung des Dänen Thomas Delaney gewonnen. Der 26 Jahre alte WM-Teilnehmer wechselt zur kommenden Saison von Werder Bremen zum BVB – dem Vernehmen für eine Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann rechnet vor allem gegen Ende der WM noch mit einem „heißen Sommer“ auf dem Transfermarkt. „Meist setzt dann noch mal ein Domino-Effekt ein, der Personalien auf den Plan ruft, die man gar nicht vorhersagen kann“, prophezeite Baumann in einem Interview auf der Homepage des Vereins.

In der Premier League drängt unterdessen der ein oder andere Verein noch auf einen schnellen Vertragsabschluss vor der WM. So wechselt der Brasilianer Fred vom ukrainischen Klub Schachtjor Donezk zum englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United. Nach Informationen britischer Medien soll der Verein für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler knapp 60 Millionen Euro bezahlen. Wesentlich zögerlicher sind die Vereine im Moment, wenn es darum geht, ihre Spieler ziehen zu lassen. So steht der Offensivspieler Nabil Fekir (24) zwar kurz vor einem Wechsel von Olympique Lyon zum FC Liverpool. Das Turnier wollen die Franzosen aber noch abwarten: „Wir werden definitiv nichts während der WM beschließen und ich denke nicht, dass sich vor Turnierbeginn noch etwas ändert“, sagte Lyons Präsident Jean-Michel Aulas in einem Statement auf der Klub-Seite.

Über all diesen Verhandlungen und Transfers schweben derzeit aber die großen Namen. Die Hinweise auf einen Abschied von Ronaldo vom spanischen Rekordmeister Real Madrid verdichten sich. „Ronaldo verlässt Real“, titelt die portugiesische Zeitung „Record“ am Donnerstag und fügte hinzu, die Entscheidung sei „unwiderruflich“. Grund sei, dass die Real-Führung den Forderungen des 33-Jährigen nach einer Verbesserung seiner Bezüge nicht nachkommen wolle. Zugleich versucht Real Madrid angeblich, einen Deal mit PSG-Superstar Neymar abzuschließen. „Die Tür für Nemyar ist immer offen“, wird dessen brasilianischer WM-Kollege und Real-Spieler Marcelo auf „Sky Sports“ zitiert. Der Wechsel Neymars nach Madrid sei unausweichlich.

Wie viel sich hier vor der WM noch tut, ist unklar. Angesichts der ohnehin schon astronomischen Summen ist es schwer vorstellbar, dass diese mit der WM noch steigen sollen: Neymar war Anfang August 2017 für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt. Ronaldos Vertrag in Madrid läuft noch bis 2021. Festgeschriebene Ablösesumme: Eine Milliarde Euro.

Quelle: tora./dpa/sid
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenRobert LewandowskiUli HoeneßFC Bayern MünchenMünchenBorussia-DortmundKarl-Heinz RummeniggeManchester United