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Der Widerstand gegen Tuchel formiert sich schon

Von Charlotte Schneider
 - 15:52

Im Nahen Osten wird so manches Märchen aus Tausendundeiner Nacht erzählt, und eine besonders phantastische Geschichte ist die von Paris Saint-Germain. Der deutsche Botschafter in Qatar scheint ihr nun ein neues spannendes Kapitel hinzugefügt zu haben, indem er dem jüngeren Bruder des Emirs bei einem Abendempfang den Namen eines hochbegabten schwäbischen Trainers ins Ohr raunte. Über diesen fand die Personalie wohl den Weg zu Tamim bin Hamad Al Thani selbst, der Gefallen an den Berichten über den akribischen Deutschen fand und ihn nach Doha einfliegen ließ. Der 44 Jahre alte Trainer scheint einen gewaltigen Eindruck hinterlassen zu haben. Weshalb sich, was zunächst nach bloßer Dichtung klang, in Kürze als erstaunliche Wahrheit herausstellen dürfte.

Thomas Tuchel wird, darüber bestehen kaum noch Zweifel, nach seiner einjährigen Auszeit den Posten des Cheftrainers beim französischen Meister übernehmen. Weniger märchenhaft sollen allerdings die internen Debatten gewesen sein, die der Entscheidung, Tuchel einen Zweijahresvertrag anzubieten, vorausgegangen sind. Sportdirektor Antero Henrique soll sich von der Weisung aus Qatar übergangen fühlen. Der Portugiese hätte lieber einen erfahreneren und höher dekorierten Mann auf Unai Emerys Posten gesehen. Und auch Vereinspräsident Nasser Al-Khelaifi soll nicht restlos überzeugt gewesen sein und bis zum finalen umstrittenen Machtwort des Emirs den Italiener Antonio Conte präferiert haben.

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Quelle: F.A.Z.
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