Handball-Bundesliga

Flensburg verliert schon wieder gegen Kiel

 - 17:10

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben innerhalb von elf Tagen das zweite Heimspiel gegen den THW Kiel verloren. Nach dem 30:33 in der Champions League gab es am Sonntag im Bundesliga-Duell ein deutliches 27:35 (16:19). Dadurch büßte die SG mit nun 25:7 Punkten die Tabellenführung ein und rutschte hinter die Füchse Berlin (27:5) und die Rhein-Neckar Löwen (26:6) auf Platz drei ab. Kiel spielt als Siebter an der Tabellespitze weiterhin keine Rolle (21:11), bleibt aber der Angstgegner des Nordrivalen.

Die Kieler fanden schnell in die Partie, forcierten mit einer starken Abwehr zahlreiche Ballverluste der Flensburger. Nachdem Rune Dahmke per Tempogegenstoß zum 8:3 (11.) für den THW getroffen hatte, nahm Maik Machulla eine Auszeit. Die Anweisungen des SG-Trainers fruchteten zunächst nicht, Kiel baute den Vorsprung auf sieben Treffer aus. Erst mit der Einwechselung von Ersatztorwart Kevin Möller für Mattias Andersson stabilisierte sich das Spiel der Gastgeber.

Flensburg verkürzte den Rückstand in der zweiten Halbzeit auf zwei Tore, scheiterte dann aber immer wieder am überragenden THW-Schlussmann Andreas Wolff. Wie schon beim Erfolg in der Champions League wurde der Nationalkeeper zum entscheidenden Spieler. Beste Werfer im Prestige-Derby waren Rasmus Lauge mit sieben Toren für Flensburg und Niclas Ekberg mit acht Treffern für den deutschen Rekordmeister.

Füchse bewahren die Nerven

Die Handballer der Füchse Berlin haben unterdessen einen wichtigen Sieg errungen. Der Hauptstadtclub gewann am Sonntag sein Heimspiel gegen die MT Melsungen mit 32:29 (15:17). Der Tabellenfünfte Melsungen lag in der 34. Minute schon 20:17 vorn. Die Füchse steckten aber nicht auf und ließen sich auch in der hektischen Schlussphase nicht stoppen. Erst sah der Berliner Spielmacher Petar Nenadic nach einem Foul an Michael Müller die Rote Karte (48.). Eine Minute später musste auch Melsungens Felix Danner nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld.

Meister Rhein-Neckar Löwen löste seine Pflichtaufgabe bei Aufsteiger Die Eulen Ludwigshafen mit einem 26:18 (14:7) dagegen souverän und bleibt den Berlinern auf den Fersen.

Quelle: dpa
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