Ski alpin

Dürr sichert sich Olympia-Ticket

 - 14:13

Mit einem überzeugenden sechsten Platz beim Weltcup-Slalom von Levi sicherte sich Lena Dürr gleich in ihrem ersten Rennen des Winters die Qualifikation für Olympia in Pyeongchang. Beim überraschenden Sieg der Slowakin Petra Vlhova vor Favoritin Mikaela Shiffrin (USA) gelang Dürr den für die Winterspiele im Februar in Südkorea geforderte Top-Acht-Rang.

Nördlich des finnischen Polarkreises belohnte sich die Skirennfahrerin aus Germering für zwei couragierte Läufe und war nah dran, Platz fünf zu erreichen und damit das beste Slalom-Resultat ihrer bisherigen Karriere zu wiederholen. „Man kann schlechter in eine Saison starten“, sagte Bundestrainer Jürgen Graller und lobte die in den vergangenen Jahren oft wechselhafte Dürr. „Sie hat gezeigt, dass sie einen guten Schwung fährt und stabil ist. Das war positiv, das war sehr gut.“

Maren Wiesler konnte im Finale ihren 13. Rang vom ersten Lauf nicht halten und rutschte auf Platz 20 zurück. Sie verpasste die „halbe Olympia-Norm“, die sie mit Rang 15 erfüllt hätte. „Sie war im Steilhang ein bisschen zu verhalten“, analysierte Graller, hob aber hervor, dass Wiesler am Ende nur vier Hundertstelsekunden auf Platz 15 fehlten.

Jessica Hilzinger (+4,20) verpasste die Qualifikation für den zweiten Lauf ebenso wie Marina Wallner, die ausschied. Christina Geiger, die im Fis-Klassement aktuell beste Deutsche, fehlte in Finnland wegen der Folgen einer Lungenentzündung.

Während Dürr aus deutscher Sicht überraschte, gelang der erst 22 Jahren alten Petra Vlhova der zweite Slalom-Coup in Serie. Wie schon beim Weltcup-Finale im März verwies sie abermals Olympiasiegerin und Serien-Weltmeisterin Shiffrin auf Rang zwei (+0,10 Sekunden). „Das ist der beste Tag für mich“, sagte Vlhova nach ihrem dritten Sieg im Weltcup. Auf den dritten Rang fuhr Kombinations-Weltmeisterin Wendy Holdener aus der Schweiz (+1,35).

Shiffrin raste zum 20. Mal in zuletzt 21 Weltcup-Slaloms auf das Podest - ihren 26. Slalom-Sieg und 32. Weltcup-Sieg insgesamt aber verpasste sie knapp. „Ich war im Slalom so lange voran, war immer die Gejagte“, sagte sie und meinte: „Jetzt muss ich schauen, dass ich weiter an meiner Form arbeite.“ In zwei Wochen stehen für Shiffrin in Killington an der amerikanischen Ostküste ein Riesenslalom und ein Slalom vor heimischem Publikum an.

Quelle: ad./dpa
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