Stadterkundung für Kinder

Spielteppiche für Lokalpatrioten

 - 21:27

Dieser Junge brachte seine Mutter spielend auf eine gute Idee. Sylvia Allwinn suchte vor zehn Jahren einen schönen Straßenspielteppich für ihren dreijährigen Sohn und fand einfach nichts, was ihren Ansprüchen entsprach. Da kam ihr eine Idee - die sie jetzt verwirklicht, zehn Jahre danach, weil die Zeit reif ist, weil die Kinder selbständiger sind und weil sie sich ohnehin beruflich verändert hat. Seit wenigen Tagen verkauft die Jungunternehmerin nun Spielteppiche, für die ihre beiden Kinder schon zu alt sind, die aber bei lokalpatriotischem Nachwuchs gut unter die Räder kommen könnten.

Keine fiktiven Stadtansichten

Das Design dieser Spielteppiche greift wirkliche Straßen, Gebäude, Flüsse und Wahrzeichen auf, so dass Kinder und Eltern ihre Stadt wiedererkennen. Bei "Happy City Kids", so hat sie ihre Marke genannt, gibt es also kein Einheits-Layout einer fiktiven Stadt, sondern einen besonderen Teppich für jede Stadt. Kaum zu glauben, aber so etwas scheint es noch nicht gegeben zu haben. Mit Frankfurt, wo sie lebt, hat Sylvia Allwinn begonnen. Vom Main bis zum Fernsehturm, vom Bahnhof bis zur EZB, von der Alten Oper bis zum Zoo ist alles zu besehen und zu begehen. Sogar ortstypische Besonderheiten wie die Dippemess werden hier noch junge Anhänger finden.

Die fleckenabweisenden Teppiche von "Happy City Kids" haben eine weiche Velours-Oberfläche mit kurzem Flor, auf dem Spielfiguren und Schilder gut stehen können. Der Filzrücken hat Noppen, so dass der Teppich nicht auf Holz oder Fliesen rutscht. Und man kann die Teppiche bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen. Der Frankfurt-Stadtteppich (130 mal 180 Zentimeter) ist nun für 99 Euro versandkostenfrei online zu bestellen. Die Stadt-Designs zu Köln, Hamburg, München und Berlin folgen Anfang nächsten Jahres. Weitere deutsche Städte sind in Arbeit. Und weil es so viel Spaß macht, neue Dinge zu erfinden, wie nicht nur Kinder wissen, sondern manchmal auch ihre Mütter, sind unter der Marke noch weitere Kinderprodukte im Stadt-Design geplant.

Quelle: kn./Frankfurter Allgemeine Magazin
  Zur Startseite